Doku zum 80. GeburtstagAlfred Biolek: Große Fahrt durchs Leben

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Filme-Macher Hendrik Fritzler (l.) mit Alfred Biolek in New York
Ach, Bio: Was hast du uns für wunderbare TV-Momente geschenkt...! Bei dir haben sich Kanzler in der Sendung ein Weinchen gegönnt, die großen Promis haben dir ihre Geschichte erzählt. Und am Dienstag (22.45 Uhr, ARD) schenkt uns Alfred Biolek kurz vor seinem 80. Geburtstag am 10. Juli ganz persönliche Einblicke in sein Leben.
Für die 90-minütige Doku „Mensch, Bio“ haben Sandra Maischberger (47) und Filmemacher Hendrik Fritzler (37) Biolek knapp zwei Jahre begleitet. Die große Fahrt durch sein Leben: Für den Film kehrte er zurück ins Geburtshaus im tschechischen Karviná, wo er als Kind mit seiner Familie vertrieben wurde. „Beim Wiedersehen war alles fast unverändert. Die Möbel, die große Treppe, das Fenster – alles war noch da, und ich habe es wiedererkannt“, so Bio.
Den Moderator von zahlreichen TV-Shows wie „Bio’s Bahnhof“, „Alfredissimo“ oder „Boulevard Bio“ zog es auch nach New York, wo er seinen Ex-Lebensgefährten Keith traf. Dort redet er sehr offen über seine Homosexualität und sein spätes ComingOut. „Als Student interessierte ich mich nicht so sehr für Frauen, aber dass ich mich für Männer interessierte, dass konnte ich auch mir nicht zugestehen. Das war ein großes Durcheinander.“
Der Film – er ist wie ein Vermächtnis des großen TV-Pioniers, der Anfang der 1960er Jahre mithalf, dass das Fernsehen laufen lernte. Dabei erklärt Bio auch, wie er seine Lebenskrisen meisterte. Als er vor vier Jahren einen Sturz erlitt, half ihm sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie (44). „Ohne die Hilfe von Scott hätte ich damals vielleicht nicht weiterleben können. Das, was Scott tat, hat mich wieder auf die Beine gebracht“. Mensch, Bio – einfach sehenswert!