Eine Eisdiele in Köln-Raderberg ist erneut Ziel eines Anschlags geworden. Jetzt gibt es nähere Informationen der Polizei.
Lauter Knall, FeuerKölner Eisdiele erneut Ziel eines Anschlags – Polizei prüft Zusammenhang

Copyright: Horst Stellmacher
Auf diese Eisdiele in Köln-Raderberg, Brühler Straße, wurde in der Nacht zum 10. Juni 2026 erneut ein Brandanschlag verübt.
Aktualisiert:
Erneuter Alarm an der Eisdiele in Köln-Raderberg! In der Nacht zu Mittwoch (10. Juni) soll es dort gegen 3 Uhr zu einer Explosion gekommen sein.
Wie ein EXPRESS.de-Leserreporter berichtet, habe es anschließend in der Eisdiele an der Brühler Straße gebrannt. Kripo, Feuerwehr und Polizei seien mit mehreren Fahrzeugen vor Ort gewesen.
Zweiter Einsatz an Kölner Eisdiele innerhalb weniger Tage
Die Polizei bestätigte am Morgen zunächst lediglich einen Einsatz. Doch jetzt gibt es nähere Informationen. Demnach wurde die Eisdiele erneut durch einen Brandsatz beschädigt. „Bereits in der vergangenen Woche war dasselbe Geschäft Ziel eines Angriffs geworden“, so Sprecher Christoph Bermel am Mittwochmittag.
Im aktuellen Fall seien Anwohner gegen 2.55 Uhr durch einen lauten Knall geweckt worden. „Kurz darauf sahen sie die beschädigte Glasfront der Eisdiele sowie ein Feuer im Innenraum des Geschäfts“, schildert Bermel. Ein Tisch sowie mehrere Stühle seien in Brand geraten, welche die Feuerwehr gelöscht hätte.
Bereits in der Nacht zu Donnerstag (4. Juni) war es an Raderberger Eisdiele zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Unbekannte zündeten einen Brandsatz. Durch die Detonation ging die Glasscheibe der Eingangstür zu Bruch. Der oder die Täter flüchteten in einem weißen Pkw.
„Die Hintergründe und mögliche Zusammenhänge der beiden Taten sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, so der Polizeisprecher.
Zweiter Anschlag: Kölner Eisdiele war gerade erst wieder geöffnet
Wie ein weiterer EXPRESS.de-Leserreporter berichtet, sei die Eisdiele nach der ersten Tat gerade erst wieder eröffnet worden. „Kaum waren die Türen wieder geöffnet, der Schock der vergangenen Woche noch nicht verarbeitet, da soll die Eisdiele in Raderberg erneut Ziel eines Anschlags geworden sein“, schreibt er.
Die Kundschaft und die Mitarbeitenden der beliebten Eisdiele hätten auf eine Rückkehr zur Normalität gehofft. „Doch diese Hoffnung wurde offenbar jäh zerstört“, so der Leserreporter. „Für die Betreiber ist es der nächste schwere Schlag innerhalb weniger Tage.“ Diese hätten in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, die Folgen des ersten Angriffs zu beseitigen.
„Am Dienstag konnten die ersten Gäste wieder bedient werden – nur kurze Zeit später folgte offenbar der nächste Schock“, berichtet er weiter. Die Eisdiele sei ein beliebter Treffpunkt im Veedel. Entsprechend groß sie die Anteilnahme unter den Anwohnern und Anwohnerinnen.
Die Kripo bitte Zeugen und Zeuginnen, die Hinweise zu den Taten oder zu den Flüchtigen geben können, sich unter Telefon 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden. (iri)
