AfD-Tagung im Kölner GürzenichMehrere Gegendemos angemeldet – es gibt aber ein Problem

Der Eingang des Gürzenich ist mit Girlanden geschmückt, Menschen strömen herbei.

Karnevalisten strömen ins Gürzenich, als am 10. Januar 2025 das Kölner Dreigestirn proklamiert wurde.

Wegen einer AfD-Tagung im Kölner Gürzenich formiert sich der Gegenprotest. Es gibt allerdings ein Problem.

Kaum ist Karneval vorbei, steht für die Kölner Polizei der nächste Großeinsatz an: An Aschermittwoch (5. März 2025) wird die AfD im Gürzenich tagen. Erwartet wird unter anderem auch die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch.

Es seien bereits mehrere Gegendemonstrationen angemeldet worden, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch (26. Februar 2025) gegenüber EXPRESS.de erklärte.

AfD tagt im Gürzenich: Gegendemos mit tausenden Teilnehmenden

Derzeit sind es sechs Gegendemos mit insgesamt mehreren tausend Teilnehmenden. „Es laufen aber noch Kooperationsgespräche“, so die Sprecherin. So müssen noch die Orte, wo die Demos stattfinden können, abgeklärt werden.

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Unter anderem rufen „Köln gegen Rechts“ und „Köln stellt sich quer“ ab 13 Uhr zu einer Kundgebung in der Nähe des Gürzenich auf. „Wir werden diese Faschisten-Sause natürlich nicht unwidersprochen laufen lassen, sondern laut und umfangreichen Gegenprotest organisieren“, heißt es auf Instagram.

Der Gegenprotest wird groß, die Zahl der Demonstrierenden könnte daher auch fünfstellig werden. Die Teilnehmenden werden daher vermutlich auf kleinere Plätze oder womöglich auf zentrale Verkehrsachsen ausweichen müssen. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, gibt es ein Problem mit dem Heumarkt als zentralen Kundgebungsort.

Dieser stehe vermutlich nicht zur Verfügung, da voraussichtlich bis Aschermittwoch nicht alle Tribünen des Rosenmontagszuges abgebaut sein werden, heißt es.

Kölner Gürzenich: AfD-Tagung findet nicht im großen Festsaal statt

Ralf Nüsser, Geschäftsführer der Koelncongress GmbH, die das Gürzenich betreibt, hatte bereits Ende Januar bestätigt, dass ein Raum dort von der AfD gebucht wurde.

Er erklärte, dass trotz möglicher Proteste die Regeln zur Gleichbehandlung aus dem Parteiengesetz gelten. „Da haben wir als Betreiber keine unterschiedliche Bewertung vorzunehmen“, so Nüsser.

Die AfD-Tagung wird allerdings nicht im großen Festsaal stattfinden, sondern in einem kleineren Raum im Erdgeschoss. Dort ist normalerweise die Garderobe untergebracht. (iri)