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Ausnahmezustand in KölnRockband sorgt für Riesenwirbel dank Internet-Phänomen

The Neighbourhood beim Konzert in der Lanxess-Arena.

Copyright: Martina Goyert

Jesse Rutherford ist der umschwärmte Frontmann bei The Neighbourhood. Die amerikanische Band spielte am Sonntagabend (10. Mai 2026) in der ausverkauften Lanxess-Arena.

Die amerikanische Indie-Rock-Band The Neighbourhood hat das erste von zwei Konzerten in Köln gegeben. Für beide Shows waren die Tickets in Rekordzeit verkauft. Die Fans feierten Frontmann Jesse Rutherford.

„Danke, dass ihr uns am Leben gehalten habt.“ Die Abschiedsworte von Jesse Rutherford nach einem frenetisch gefeierten Konzert wirkten auf den ersten Blick verwirrend. Hinter dem 34-Jährigen lag schließlich ein Auftritt wie ein Rausch.

Mit seiner Alternative-Rockband The Neighbourhood feiert der amerikanische Singer-Songwriter aktuell einen Erfolg sondergleichen. Die rund 70 Konzerte der Welttournee sind nahezu alle ausverkauft. Die 17.000 Tickets für den Auftritt am Sonntagabend (10. Mai 2026) in Köln waren in Rekordzeit weg.

The Neighbourhood: 17.000 Fans sorgten für rappelvolle Lanxess-Arena

Wegen der enormen Nachfrage kommt die Band am 30. August noch einmal in die Lanxess-Arena. Auch da ist schon jede Karte verkauft. Mitten in der Nacht sicherten sich die ersten Fans schon ihren Platz in der Schlange vor der Halle, um dann beim Konzertbeginn um 21 Uhr auch wirklich ganz vorn vor der Bühne stehen zu können.

Die Indie-Rocker sind ein Social-Media-Phänomen. Der Grund für den Mega-Hype ist nämlich bereits 13 Jahre alt. 2013 kam der Song „Sweater Weather“ auf den Markt, wurde zum großen Hit und sorgte für den Durchbruch. Doch es folgte die große Krise. Schlagzeuger Brandon Fried (35) flog wegen seiner Drogensucht und wegen sexueller Belästigungsvorwürfe aus der Gruppe. The Neighbourhood legten eine Pause ein.

Doch TikTok spülte den melancholischen Song über ein Jahrzehnt nach der Veröffentlichung wieder an die Spitze der Streaming-Charts. Die Gen Z nutzte den Titel millionenfach in Clips über Beziehungen, Nostalgie oder Herbststimmung. Allein bei Spotify verzeichnet er 4,6 Milliarden Aufrufe, bei YouTube knapp eine Milliarde.

Konzert von The Neighbourhood in der Lanxess-Arena.

Copyright: Martina Goyert

Die siebenköpfige Band hielt sich beim Auftritt meist im Hintergrund und spielte die Songs unaufgeregt herunter.

Auch um Frontmann Rutherford entstand ein enormer Social-Media-Wirbel. Durch seine Beziehung zu Billie Eilish (24) und durch seine unzähligen Tattoos am ganzen Körper wurde er selbst zum Internetstar.

Beim Konzertbeginn in Köln erinnerte er mit seiner Sonnenbrille, der Kopfhaltung und dem Schellenkranz in der Hand fast ein wenig an Oasis-Frontmann Liam Gallagher (53). Die sieben Musiker standen im Halbkreis um den Star und wirkten dabei fast, als hätte sich die Band mal spontan zur Probe getroffen.

Fans von The Neighbourhood in der Lanxess-Arena.

Copyright: Martina Goyert

Die jungen weiblichen Fans feierten The Neighbourhood bei ihrem Konzert frenetisch und sangen alle Titel mit.

Unaufgeregt spielte sie sich durch das Programm. Namentlich vorgestellt wurde keiner von Rutherford. Er ist schließlich der, um den sich alles dreht. Mit seinem weißen T-Shirt fiel der Sänger anfangs in der Halle, in der 90 Prozent der überwiegend weiblichen Fans in Schwarz gekleidet waren, schon regelrecht auf. Doch vor „R.I.P. 2 My Youth“ hatte das Shirt ausgedient. Ab jetzt ging’s oberkörperfrei weiter.

Der Beginn jedes einzelnen Songs wurde frenetisch bejubelt. Bei „Fallen Star“ leuchteten die Handylichter bis in die oberste Arena-Reihe. Beim mitreißenden „Devil’s Advocate“ gab es Flammen unter der Leinwand. Apropos: Die gigantische LED-Wand war das ganze Konzert über nicht synchron zum Geschehen, was dann doch zunehmend störte.

Stefan Löcher mit The Neighbourhood.

Copyright: AMG

Lanxess-Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher (l.) überreichte The Neighbourhood einen Sold-out-Award für die ausverkaufte Show.

Auch die Idee, Sprachassistent Iris über die Show wachen zu lassen, wirkte angestrengt. Die Halle sei ein „Safe Space“, versprach die Stimme. Ansonsten beschränkte sie sich auf „Cologne, I love you“-Durchsagen und die Ankündigung, beim Balladenteil besser Taschentücher bereitzuhalten. Den Fans war aber ohnehin alles egal. Sie genossen jede Sekunde und ließen das Konzert zu einer Huldigung der Band werden.

Mit dem Hit „Daddy Issues“, dem neuen Titel „Private“, dem Mega-Kracher „Sweater Weather“ und dem beliebten „Softcore“ ging eine professionelle und frenetisch bejubelte Show zu Ende. Dank TikTok wird der Rummel um The Neighbourhood sicher noch eine Stufe mehr zünden.

Der Gulasch-Automat des „Tiroler Stübchen“ wurde geknackt und zerstört.

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