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Mord an der LandstraßeEltern von Daniel D. verklagen den Täter auf 200.000 Euro

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Er tötete seinen Cousin Daniel D. (†35). Dafür wurde Ulf G. (31) 2014 in Düsseldorf wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt.

von Jonas Meister  (meis)

Düsseldorf – Am 11. Dezember 2013 wurde Daniel D. (†35) an der Landstraße L381 brutal erschlagen. Zweimal stand der verurteilte Täter, Ulf G. (31), wegen des Falls bereits vor Gericht. Und ab 9. Mai wird die Tat wieder die Richter beschäftigen.

Diesmal klagen die Eltern von D. gegen ihren Neffen – sie wollen Schadenersatz und Schmerzensgeld.

2014 wurde Ulf G. zu zehn Jahren Haft verurteilt

„Du hast keinen Onkel und keine Tante mehr!“ So platzte es aus Klaus D. (70) heraus, als sein Neffe Ulf G. sich am 18. August 2014 für seine grausame Tat entschuldigte.

Nur wenige Minuten später wurde G. wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt. Es war das erste große Urteil im Fall Daniel D. – und bis heute nicht das letzte.

Denn in der nächsten Woche beschäftigt der „Mord an der Landstraße“ erstmals die Zivilrichter. Sie beschäftigt dann die Frage, wie viel ein Menschenleben wert ist?

Familie musste Daniels Häuser verkaufen

Knapp 200.000 Euro wollen die Eltern des Opfers, Klaus und Hilde D. (67), von Ulf G. erstreiten. Denn vier Jahre nach dem gewaltsamen Tod ihres einzigen Sohnes ist die Familie scheinbar auf erheblichen Kosten sitzengeblieben. Und die wollen sie jetzt von ihrem Neffen wieder haben.

Neben dem Geld für die Beerdigung, geht es in der Klage auch um zwei Immobilienverkäufe. So mussten die D.s das Haus von Daniel verkaufen, bevor das Darlehen ausgezahlt war. Dafür berechnete die Bank eine sogenannte „Vorfälligkeitsentschädigung“.

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Das Opfer: Daniel D. (†35) wurde am 11. Dezember 2013 auf der Landstraße L381 bei Kaarst-Büttgen erschlagen.

Danach musste noch ein weiteres Haus verkauft werden. Hier zog das Opfer zwar nie ein. Doch durch Spekulationsgewinne musste die Familie nach diesem Geschäft zusätzliche Steuern zahlen.

In allen drei Fällen belaufen sich die Kosten laut Landgericht so insgesamt auf einen Streitwert von 146.376 Euro. Dazu fordern Daniels Eltern noch jeweils 25.000 Schmerzensgeld von Ulf G..

„Er hat uns die ganze Zeit belogen“

Ob diese Klage dann weitere Antworten für Klaus und Hilde D. bringen wird, ist fraglich.

Die Suche danach haben sie aber noch immer nicht aufgegeben, wie der Vater 2014 bereits unter Tränen erklärte: „Wir wissen nicht, warum. Ulf soll den Mut besitzen, was zu sagen. Aber dafür ist er zu feige. Er hat uns die ganze Zeit belogen. Wir haben ihm voll vertraut.“

„Mord an der Landstraße“ - Die Chronik

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Der Tatort: Am 11. Dezember 2013 wurde die Leiche von Daniel D. (†35) neben seinem Auto an der Landstraße L381 in Kaarst-Büttgen gefunden.

11. Dezember 2013 An der L381 in Büttgen wird die Leiche von Daniel D. entdeckt. Zunächst ist der Fall rätselhaft. Januar 2013 Die Polizei nimmt Ulf G., den Cousin des Opfers, wegen dringendem Tatverdacht fest.1. Juli 2014 In Düsseldorf beginnt der Mord-Prozess im Fall „Daniel D.“ .18. August 2014 Durch mangelnden Mordmerkmale wird Ulf G. wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt. Daniels Eltern fechten das Urteil an – ohne Erfolg.17. März 2016 Weil er sich durch Sex mit einer Dozentin Uni-Scheine erschlich, wird G.s Haft noch mal um zwei Monate verlängert.

(exfo)