Mitten in der Nacht soll ein Mann in Krefeld seiner Lebensgefährtin, der Mutter seiner zwei kleinen Kinder, ein Messer ins Herz gerammt haben. Nun hat der Prozess gegen ihn begonnen.
StrafprozessZweifache Mutter erstochen - Prozessbeginn ohne Regung
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Ein 29-Jähriger muss sich in Krefeld wegen Totschlags vor Gericht verantworten. (Symbolbild)
Weil er seiner Lebensgefährtin ein Messer ins Herz gerammt haben soll, muss sich ein 29-Jähriger in Krefeld wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Beim Prozessbeginn am Landgericht zeigte der Angeklagte keine Regung.
Mitten in der Nacht soll er vor fast fünf Monaten die Mutter seiner zwei kleinen Kinder getötet haben. Ein Motiv für die Tat fanden die Ermittler nicht.
Auch der Angeklagte war Polizeiangaben zufolge damals schwer verletzt aufgefunden worden. Er soll bestritten haben, der Messerstecher gewesen zu sein. Der Afghane soll nun psychiatrisch untersucht werden.
Die Tat geschah am 6. September vergangenen Jahres. Die 31-Jährige lag auf dem Bett, als sie der Stich ins Herz traf. Die Rettungskräfte waren wenig später alarmiert worden, konnten die zweifache Mutter aber nicht retten. Die 31-Jährige erlag noch am Tatort ihren Verletzungen.
Wie es aus Justizkreisen heißt, waren Opfer und Angeklagter nach islamischem Recht verheiratet. Ihre Kinder waren zur Tatzeit ein und vier Jahre alt. Für den Prozess sind bis zum 19. März insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt. (dpa)