Massen-Crash beim Giro! Pogacars Team fast komplett zerlegt
Blut-Drama beim GiroPogacars Team bei Massensturz zerlegt – mehrere Knochenbrüche

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Mitfavorit Adam Yates stürzte beim Giro d'Italia schwer.
Was für ein Albtraum-Start beim Giro d'Italia! Tadej Pogacar wird die Bilder aus Bulgarien mit Schrecken gesehen haben. Ein brutaler Massensturz während der zweiten Etappe hat fast seine komplette UAE-Mannschaft bei vollem Tempo von der Straße gefegt. Die medizinische Bilanz vom Sonntagmorgen ist ein Schock: Der Spanier Marc Soler erlitt einen Beckenbruch, der Australier Jay Vine eine Fraktur am Ellbogen.
Und auch für Mitfavorit Adam Yates ist der Traum vom Gesamtsieg brutal geplatzt. Völlig blutverschmiert und sichtlich mitgenommen schleppte er sich noch mit großem Abstand ins Ziel, musste seinen Giro-Traum aber letztlich beenden. Eine große Platzwunde, unzählige Schürfwunden und Symptome einer Gehirnerschütterung machten die Fortsetzung der Fahrt auf der dritten Etappe unmöglich. „Was für ein Desaster. Ich habe so hart gearbeitet, um für den Giro fit zu werden“, klagte ein untröstlicher Yates. Sein Zwillingsbruder Simon hatte die Rundfahrt durch Italien im Vorjahr gewonnen.
Kettenreaktion nach Soler-Sturz
Der Vorfall ereignete sich auf einer Straße mit leichtem Gefälle, etwa 23 Kilometer vor dem Ziel in Weliko Tarnowo – die ersten drei Etappen des Giro finden dieses Jahr in Bulgarien statt. Dort verlor Soler die Kontrolle und war der Auslöser für eine fatale Kettenreaktion. Ungefähr 35 Fahrer stürzten, einige von ihnen schlugen mit enormer Wucht in die Leitplanke ein. Das Rennen musste für eine Weile neutralisiert werden, während Rettungswagen zum Unfallort eilten.
In den Unfall waren fünf von acht Fahrern des UAE-Teams involviert. Auch weitere Profis mussten das Rennen beenden, noch bevor der Giro überhaupt italienischen Boden erreicht hat. Für den Italiener Andrea Vendrame endete der Tag mit einem dreifachen Bruch eines Wirbels. Ebenfalls aufgeben mussten Santiago Buitrago (Kolumbien), Adne Holter (Norwegen) und Matteo Moschetti (Italien) mit diversen Blessuren.
Erst das Känguru, nun der Giro-Sturz
Eigentlich sind Soler und Yates in acht Wochen als entscheidende Unterstützer für Pogacar bei der Tour de France eingeplant. „So in den Giro zu starten, ist wirklich entmutigend“, gestand UAE-Teamchef Mauro Gianetti: „Es war ein ziemlich hartes Jahr für uns, aber wir werden jetzt nicht untätig herumsitzen und uns selbst bemitleiden.“ Die Pechsträhne mit Verletzungen zieht sich für das Top-Team schon durch die ganze Saison. Vine erwischte es bereits zum zweiten Mal. Sein persönlicher „Wie bitte?!“-Moment: Bei der Tour Down Under wurde er von einem Känguru zu Fall gebracht und erlitt dabei einen Bruch des Handgelenks.
Ein kleiner Lichtblick: Der amtierende Weltmeister und Tour-Sieger Pogacar kam bisher ohne Sturzverletzungen davon. Falls nötig, wird der slowenische Ausnahmeathlet seine Erfolge eben ohne Teamunterstützung einfahren müssen. (dpa/red)
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