Irre Patzer-Parade im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga.
Irres SchneckenrennenDrei Teams punktgleich vor dem großen Finale um den Aufstieg

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Elversberg lag gegen Düsseldorf 0:2 zur Pause zurück.
Was für ein irrer Aufstiegskrimi! Die Entscheidung, wer in die Fußball-Bundesliga nachrückt, vertagt sich auf den finalen Spieltag. An der Spitze der Patzer-Parade: die SV Elversberg, doch die Konkurrenz zog mit. Alle drei verbliebenen Kandidaten gehen nun mit jeweils 59 Zählern punktgleich ins große Finale um Rang zwei hinter dem Zweitligameister FC Schalke 04.
Für Elversberg war es ein besonders herber Rückschlag. Die Mannschaft aus dem Saarland unterlag am Sonntag klar mit 1:3 bei Fortuna Düsseldorf. Damit ließen sie die gewaltige Möglichkeit auf eine vorzeitige Entscheidung im Rennen um den Aufstieg ungenutzt.
Trotz Niederlage: Elversberg in der Pole-Position
Dennoch gehen die Saarländer mit einem Plus in den finalen Spieltag. Im Wettstreit mit Hannover 96 und dem SC Paderborn besitzen sie das klar bessere Torverhältnis. Ein Erfolg zu Hause gegen den schon abgestiegenen Verein Preußen Münster am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/Sky) wirkt wie eine lösbare Hürde auf dem Weg zum historischen ersten Bundesliga-Aufstieg.
Paderborns Unentschieden schmerzt sehr
Auch Paderborn zeigte Nerven. Am Freitagabend gaben sie eine 1:0-Führung gegen den Karlsruher SC aus der Hand und erreichten letztlich nur ein 2:2. Das war bereits die vierte Partie in Serie ohne einen Sieg. „Für den Moment tut es sauweh. Aber wer weiß, was dieser Punkt noch wert ist“, kommentierte Paderborns Trainer Ralf Kettemann. Zu diesem Zeitpunkt wusste er nicht, dass die Konkurrenten ebenfalls stolpern würden.

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Paderborn unter Ralf Kettemann kam nicht über ein Remis hinaus.
Denn auch Hannover 96 war nicht in der Lage, die Patzer der anderen auszunutzen. Die Elf von Christian Titz erreichte am Samstag beim VfL Bochum lediglich ein 1:1. Bereits in der Vorwoche hatte 96 durch ein Unentschieden gegen Münster wertvolle Zähler liegen gelassen.
„Kopf wieder hochnehmen“: Wer hat die Nase vorn?
„Es geht darum, dass wir nicht aufgeben, dass es weitergeht. Jetzt heißt es, den Kopf wieder hochnehmen“, verlangte Trainer Titz angesichts des entscheidenden Saisonfinales. Während Hannover zu Hause gegen Nürnberg spielt, muss Paderborn bei den heimstarken Darmstädtern antreten. Weil die Niedersachsen eine um vier Tore bessere Tordifferenz vorweisen können, hat Paderborn von den drei Teams die schwierigste Ausgangsposition.
Abstiegskrimi: Münster raus, Düsseldorf mit Hoffnung
Während an der Spitze gezittert wird, gibt es im Tabellenkeller eine erste Gewissheit: Für Preußen Münster ist der Abstieg in die 3. Liga nach einem 1:1 gegen Darmstadt 98 besiegelt.

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Preußen Münster und Trainer Alois Schwartz stehen als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga fest.
Im Keller der Liga steht am finalen Spieltag das direkte Aufeinandertreffen von Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth an. Genauso kämpfen Arminia Bielefeld (gegen Hertha BSC) sowie Eintracht Braunschweig (beim Zweitligameister FC Schalke 04) weiterhin um den Verbleib in der Liga.
Mit 34 Zählern hat Fürth und mit 36 Punkten Bielefeld die ungünstigsten Voraussetzungen. Düsseldorf hingegen könnte durch den Erfolg gegen den Aufstiegsanwärter Elversberg den wichtigsten Schritt in Richtung Klassenerhalt getan haben. (dpa/red)
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