Eine 30-jährige Sportlehrerin steht im britischen Winchester vor Gericht: Sie soll Sex mit einem 16-jährigen Schüler gehabt haben. Der Junge sagte per Video aus. Die Lehrerin bestreitet alle Anklagepunkte.
„Wir küssten uns, dann ging es weiter“Lehrerin (30) soll Sex mit Schüler (16) gehabt haben

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Ein Selfie der Lehrerin, die vor dem Winchester Crown Court vor Gericht steht.
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Eine 30-jährige Lehrerin steht in Winchester vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, sexuelle Handlungen mit einem 16-jährigen Schüler gehabt zu haben. Sie bestreitet alle Vorwürfe. Über den Prozess, der aktuell vor dem Winchester Crown Court stattfindet, berichten verschiedene britische Medien, darunter die „Daily Mail“.
In der Anklage heißt es, die Lehrerin habe ihre Position ausgenutzt, „um sexuelle Handlungen mit einem ihrer Schüler vorzunehmen. Sie flirtete mit ihm, tauschte Nachrichten mit ihm aus, nahm ihn mit zu sich nach Hause und hatte Sex mit ihm.“
Auf Snapchat soll die Lehrerin mit dem Schüler geflirtet haben
Alles soll mit einer Frage begonnen haben: Der Schüler bat die Lehrerin um ihren Snapchat-Kontakt. Zunächst lehnte sie ab, später stimmte sie aber zu. Danach folgten laut Anklage „flirtende“ Nachrichten.
Das erste Treffen soll dann im Auto stattgefunden haben. J. soll den Schüler abgeholt und am Straßenrand geparkt haben. Dann küssten sie sich laut Anklage, fuhren anschließend beide zu ihrer Wohnung. Vor dem Fernseher hätten sie sich erneut geküsst und gekuschelt, anschließend seien beide ins Schlafzimmer gegangen. Dort kam es nach Darstellung der Anklage zu sexuellen Handlungen und zum Geschlechtsverkehr.
Nachrichten mit Liebeserklärungen
Drei- oder viermal soll es bei ihr zu Hause zum Sex gekommen sein. Vor Gericht hieß es: „Sie schrieben sich täglich, und sie sagte ihm, dass sie sich um ihn sorge, und sie sprachen sogar darüber, zusammenzuziehen. Sie sagte ihm, dass sie ihn liebe und mit ihm wegziehen wolle.“
In den Nachrichten trug der Schüler laut Anklage einen Codenamen: „Nummer 8“. Er sei damit der achte Jugendliche gewesen, mit dem sie intim war.
In einer Videovernehmung bei der Polizei beschrieb der Jugendliche den Ablauf. Im Unterricht hätten sie „immer geflirtet“, bevor sie sich im Auto trafen, sagt er. Am Tag nach dem ersten Treffen habe sie ihn im Klassenraum auf eine „flirtende“ Art gefragt: „Wo warst du gestern Abend?“
Rückblickend erklärt der 16‑Jährige: „Damals war ich überwältigt, es war großartig, aber wenn ich heute zurückblicke, erkenne ich, dass es falsch war.“
Er sollte sie „Miss“ nennen
Über das erste Treffen in ihrer Wohnung sagte er: „Sie kam zu mir auf das Sofa, den Kopf in meinem Schoß, wir sahen fern, ihr Hund war auch da, wir haben einfach entspannt, dann habe ich mich für einen Kuss vorgebeugt.“
Weiter berichtete er: „Wir küssten uns, dann ging es weiter, ich sagte ‚Sollen wir nach oben gehen?‘, sie sagte ‚ja‘, und wir hatten Sex. Sie zog sich aus und ich zog mich aus, und so lief es.“
Im Unterricht habe die Lehrerin, die er als „ziemlich attraktiv“ beschrieb, heimlich E-Zigaretten in seine Unterlagen geschmuggelt. Und sie habe es gemocht, wenn er sie auch unter vier Augen mit „Miss“ ansprach.
Der Schüler dazu: „Sie ist ein wenig seltsam, aber ich habe mitgemacht, es war ein wenig zwielichtig, aber es war mir egal.“ Von der Abschlussfeier habe sie ihn angerufen, im Hintergrund seien Kollegen zu hören gewesen. Sie habe ihm ihre Liebe erklärt. „Ich dachte, sie sorgt sich um mich“, sagte er.
Die Angeklagte bestreitet eine sexuelle Beziehung zu dem Jungen. Sie selbst behauptet, jemand habe den Schüler zu den Vorwürfen „angestiftet“. Der Prozess in Winchester läuft weiter. Es gilt die Unschuldsvermutung. (mg)
