Millionen Menschen bedrohtUS-Meteorologen warnen vor lebensbedrohlicher Katastrophe

Erst im März wüteten Dutzende Stürme in Teilen der USA, mindestens 40 Menschen verloren ihr Leben. Nun sind einige der damals betroffenen Gebiete erneut bedroht.

Mehrere Tornados sind über den Süden und Mittleren Westen der USA gezogen und haben Medienberichten zufolge Häuser und Farmen zerstört.

Die Gefahr vor einer verheerenden Katastrophe ist groß und das Gebiet wird weitreichend beobachtet. Es bleibt nicht nur bei Tornados, auch andere Wetterphänomene bereiten große Sorgen.

14 Millionen Menschen betroffen

Im Bundesstaat Missouri kam ein Mensch ums Leben, wie der zu CBS gehörende lokale US-Sender KFVS unter Berufung auf die dortige Autobahn-Polizei berichtete.

Ob sein Tod direkt mit den Stürmen zusammenhänge, sei aber noch unklar. Zudem soll es im Bundesstaat Kentucky mehrere Verletzte beim Einsturz eines Gebäudes gegeben haben.

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Von Ohio im Mittleren Westen bis Mississippi im Südosten der USA steht ein Gebiet mit etwa 14 Millionen Menschen laut CNN unter einer Tornadobeobachtung.

Damit stehen diese in der  Vorstufe zu einer Tornadowarnung, wie die staatliche US-Wetterbehörde NOAA auf ihrer Webseite schreibt. Für einzelne Gebiete wie etwa die Gegend um Nashville in Tennessee sprach diese auch eine Tornadowarnung aus.

Warnungen vor Hochwasser

Wetterexperten warnten auch vor möglichem Hochwasser von Ohio bis in den Nordosten von Texas: Eine der größten Gefahren, die diese Stürme mit sich brächten, seien neben Tornados und Hagel sintflutartige Regenfälle, die zu Überschwemmungen führen könnten, schrieb „CNN“ dazu.

Laut „CNN“ warnen Meteorologen vor einer lebensbedrohlichen Katastrophe für das Gebiet zwischen Arkansas, Missouri, Illinois, Kentucky und Tennessee: „Ausgedehnte, seltene und mitunter katastrophale Sturzfluten sind wahrscheinlich. Die Wasserstände von Sturzfluten könnten Gebiete erreichen, die bisher selten oder nie überschwemmt wurden“. Millionen Menschen seien von den heftigen Unwettern bedroht.

Besonders in Missouri und Arkansas hätten die Stürme Häuser und Farmen zerstört, berichtete CNN. Im Bundesstaat Indiana sei ein Funkturm umgestürzt. Zudem entwurzelten Winde vielerorts Bäume. In mehreren Staaten wie Tennessee, Mississippi oder Arkansas wurden Notunterkünfte eingerichtet und geöffnet, wie Fox News berichtete.

Tornados können das ganze Jahr über auftreten

Erst im März hatten schwere Unwetter im Süden und Mittleren Westen mindestens 40 Menschenleben gefordert. Schon damals war unter anderem der Bundesstaat Missouri stark betroffen.

In acht Bundesstaaten - neben Missouri Arkansas, Mississippi, Louisiana, Illinois, Tennessee, Alabama und Indiana - wurden damals insgesamt rund 80 Tornados gemeldet, Dutzende wurden als solche bestätigt.

Zum Vergleich: In Deutschland gibt es laut dem Deutschen Wetterdienst durchschnittlich ungefähr 45 Tornados pro Jahr.

Tornados können in den USA gemäß der US-Wetterbehörde grundsätzlich zu jeder Jahreszeit auftreten. Je nach geografischer Lage gibt es aber Monate, in denen sie besonders häufig vorkommen.

Sie entstehen bei großen Temperaturunterschieden und treten häufig zusammen mit Gewittern auf. Dabei reicht aus der Gewitterwolke ein rüsselartiger Wolkenschlauch bis in Bodennähe. (dpa/jk)