Putins LieblingTV-Reporterin brutal getötet, nachdem sie entsetzlichen letzten Beitrag gepostet hat

Die russische Journalistin Anna Prokofjewa starb durch eine Landmine in Belgorod. Das Foto hat sie in ihrem Telegram-Kanal gepostet.

Die russische Journalistin Anna Prokofjewa starb durch eine Landmine in Belgorod. Das Foto hat sie in ihrem Telegram-Kanal gepostet.

Sie galt als Putins Liebling, war eine seiner wichtigsten Propagandisten: Die TV-Reporterin Anna Prokofjewa starb nahe der russischen Grenze durch eine Landmine. Ihr Kameramann wurde schwer verletzt.

von Martin Gätke  (mg)

Erst war sie für RT unterwegs, seit 2023 berichtete sie für Putins Staatssender „Kanal 1“ aus der Ukraine. In den vergangenen Wochen berichtete sie vor allem aus der Region Belgorod – einem Gebiet, in dem sich russische und ukrainische Bodentruppen schon seit Monaten heftige Gefechte liefern.

Nun ist Prokofjewa im Alter von 35 Jahren getötet worden, offenbar durch eine Landmine. Ihr Kameramann, Dmitri Wolkow, wurde schwer verletzt. 

Kreml macht ukrainische Landmine für ihren Tod verantwortlich

Der Kreml macht eine ukrainische Landmine für den Tod der Propagandistin verantwortlich, heißt es in einer offiziellen Erklärung des Senders. Nahe der ukrainischen Grenze, in der Nähe des Dorfes Demidowka im Bezirk Krasnojaruschski, sei Prokofjewas Nachrichtenteam auf eine feindliche Mine getreten. Ein Gebiet, in das die ukrainischen Streitkräfte letzte Woche einmarschiert sein sollen.

„Erste Berichte deuten darauf hin, dass das Fahrzeug von ,Kanal 1‘ auf eine von feindlichen Streitkräften im Grenzgebiet gelegte Mine gefahren ist. Andere Berichte deuten auf einen möglichen Angriff einer feindlichen Drohne hin“, heißt es von einem russischen Kriegsberichterstatter. 

Anfang der Woche wurden drei weitere Journalisten, die für kremlnahe Medien arbeiteten, während ihres Einsatzes in der russisch besetzten Region Luhansk getötet.

Das war einer der letzten Posts von Prokofjewa auf Telegram vor ihrem Tod.

Das war einer der letzten Posts von Prokofjewa auf Telegram vor ihrem Tod.

Einer von Prokofjewas letzten Beiträgen auf Telegram war ein Selfie, das sie in Militäruniform vor einem völlig verkohlten Fahrzeug zeigte. Ihr Kommentar lautete, das seien „Trophäen“ einer russischen Brigade. 

In ihrem letzten erschreckenden Post beschrieb Prokofjewa die Ukraine als „Land 404“, an dessen Grenze sie sich gerade aufhalte. Vermutlich eine Anspielung auf den Fehlercode 404, der besagt, dass eine Webseite ungültig ist und nicht gefunden werden kann. Offenbar wollte sie damit ihre Ansicht zum Ausdruck bringen, dass die Ukraine für sie nicht existiert. Prokofjewa hatte bis vor ihrem Tod laufend Bilder aus dem Kriegsgebiet geteilt, aber auch patriotisch inszenierte Fotos.

Auf vielen Fotos trägt sie einen „Grabstein“ (umgangssprachliche Bezeichnung für die Metallmarken, die vor allem zur Identifizierung toter Soldaten dienen soll) um den Hals, auf dem ein „Z“ eingraviert ist – Putins Symbol für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In einem allerletzten Post wird auf Prokofjewas Beerdigung auf einem Moskauer Friedhof hingewiesen.