Alice Weidel bald in der „Sesamstraße“?ProSieben entlarvt AfD – und legt sich mit Politikerin an

Nachdem ein angekündigter Auftritt von Moderator Riccardo Simonetti in der „Sesamstraße“ für jede Menge Hass-Kommentare sorgte, mischte sich auch eine AfD-Politikerin ein. Nun stellt sich auch Konkurrent ProSieben hinter den queeren Buchautor. 

von Johannes Kaling  (jk)

Riccardo Simonetti (32), bekannt als Influencer, Buchautor und Moderator, wird in einer neuen Folge der „Sesamstraße“ über „Self Empowerment“ sprechen.

Die Ankündigung stieß im Netz auf Widerstand, auch AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt (40) äußerte sich zu dem Thema und attackierte Simonetti in den sozialen Medien.

ProSieben geht in die Offensive

Behrendt meint, der NDR solle die Kinder mit seinem „woken Mist“ in Ruhe lassen. Konkurrent ProSieben reagierte prompt auf Behrendts Vorwürfe und konterte auf X: „Vielleicht einfach mal aufhören zu hetzen.“

Daraufhin fragte Behrendt provokant: „Was ist dieses ProSieben?“ Das war für den Sender eine geeignete Vorlage und Einladung zugleich. Behrendt sollte schnell ihre Antwort bekommen.

Das war passiert: NDR greift ein Homophobe Kommentare zu Riccardo Simonettis „Sesamstraßen“-Auftritt

Die Antwort von ProSieben: „Ein Fernsehsender, der auf Ihre unsachliche Hetze reagiert. Sie stellen den Entertainer Riccardo Simonetti an den Pranger, weil er einen Mann liebt. Dürfte Ihre Parteivorsitzende auch nicht in die Sesamstraße?“

Hier den Post ansehen:

Dieser Seitenhieb zielte auf AfD-Vorsitzende Alice Weidel (46), die selbst lesbisch ist. Danach folgten keine weiteren Bemerkungen mehr von der wütenden Behrendt. Chapeau an ProSieben!

ProSieben steht hinter ARD und Simonetti

ProSieben verstärkte die Unterstützung  mit einem weiteren Statement: „We love Sesamstraße & We love Riccardo Simonetti.“ Der Sender stellte damit klar, dass er sich sowohl hinter der ARD-Produktion als auch hinter dem Moderator stellt, der für Toleranz und Vielfalt einsteht.

Auch wenn sich Privat- und Öffentlich-rechtliche-TV-Sender nicht immer einig sind. Hier sind sie es und solidarisieren sich gegen Hetze und Diskriminierung.