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Misslungenes Dessert„Dinner“-Gäste wunder sich: „Er hat das Mehl vergessen!“

An Tag 3 in und um Kiel trifft sich die Runde bei Moritz in Flintbek. (Bild: RTL)

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An Tag 3 in und um Kiel trifft sich die Runde bei Moritz in Flintbek. (Bild: RTL)

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Was für ein Schmarrn! Und das auch noch im hohen Norden: An Tag 3 von „Das perfekte Dinner“ (VOX) in Kiel wird Moritz' Dessert allzu fluffig - den Kaiserschmarrn hat er „neu gedacht“, nämlich ohne Mehl. Am Ende ist der Gastgeber selbstkritisch.

„Bei mir gibt's kein Chichi“, kündigt Moritz aus Flintbek gleich zu Beginn von „Das perfekte Dinner“ an.

Seine bedächtige Art und die nüchterne Atmosphäre seines selbst geplanten Hauses sprechen dabei Bände. Übermäßige Deko auf dem Teller? Auch nicht das Ding des Immobilienentwicklers: „Übers Anrichten mache ich mir kaum Gedanken. Ich baue eher auf Geschmack als auf Optik.“ Ungünstig nur, wenn am Ende beides buchstäblich nicht ganz aufgeht - aber der Reihe nach.

Kochen ist „wie Meditation“

An Tag 3 in und um Kiel beschreibt sich der 34-Jährige trotz seines stoischen Eindrucks als „impulsiven Menschen, der gerne aus der Komfortzone gerät“. Kochen sei für ihn „wie Meditation“, auch wenn er offen zugibt: „Ich gehöre nicht zu den Leuten mit Back-Skills.“

Ein Satz, der später noch erstaunliche Relevanz bekommen wird - in sehr eigenen „neu gedachten“ Interpretationen von Komfort Food.

Moritz' Kollegin Laura hilft ihm als Schnippelhilfe - und hat sogar ein Geschenk dabei. (Bild: RTL)

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Moritz' Kollegin Laura hilft ihm als Schnippelhilfe - und hat sogar ein Geschenk dabei. (Bild: RTL)

Motto: Klassik neu gedacht

  1. Vorspeise: Rindertatar / frittiertes Eigelb / Petersilienöl / Brotchip
  2. Hauptspeise: Ochsenbäckchen in Rotweinsauce, Sellerie-Kartoffel-Püree, glasierte Möhren mit Sanddorn und Orange
  3. Nachspeise: Karamellisierter Kaiserschmarrn / Apfel-Zimt-Kompott / Vanillesauce

„Schmeckt wie Rührei!“

„Keine Gourmetküche, aber auch keine Fritteuse“: So umreißt Moritz seinen kulinarischen Ansatz. Als er an seinem panierten Eigelb zur Vorspeise arbeitet, entfährt es ihm jedoch: „Eigentlich lässt sich ja alles frittieren - auch beim Steak ganz nice.“ Für Jessica (29) riecht die Komponente „wie Fischstäbchen“, während Krissy (26) den Aperitif mit „ihrem Ingwershot zum Frühstück“ vergleicht.

„Irgendwie war der Kaiserschmarrn seltsam“: Jessica und Patrick rätseln, warum. (Bild: RTL)

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„Irgendwie war der Kaiserschmarrn seltsam“: Jessica und Patrick rätseln, warum. (Bild: RTL)

Für sein Tatar verwendet er beste Ware vom Schwarzbunt-Limousin-Rind. Rustikal findet er ohnehin gut, da in landwirtschaftlicher Umgebung aufgewachsen: „Bei uns hing immer irgendwo ein Reh oder Schwein herum.“ Allerdings sorgt die Vorspeise nicht für Begeisterungsstürme. Steffi (42) hätte sich „hammerhaft mehr Würze“ gewünscht, Patrick (31) vermisst schlicht „mehr Bumms“: „Da hätte er sich mehr zutrauen können.“ Krissy erkennt zwar „viel Potenzial“, ist aber „nicht vom Hocker gerissen“. Beim Hauptgang beeindruckt vor allem das Sanddorn-Element (Moritz: „Mein Signature Move“) bei den glasierten Möhren: „Nimmt ihnen die Süße“, so Steffi anerkennend.

„Bei mir gibt's kein Chichi“, verspricht Moritz (34) für sein Dinner. (Bild: RTL)

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„Bei mir gibt's kein Chichi“, verspricht Moritz (34) für sein Dinner. (Bild: RTL)

Seinen karamellisierten Kaiserschmarrn kündigt Moritz bereits als extravagant an: „Nicht so, wie man ihn kennt.“ Mit dem Ergebnis scheint er zufrieden: „Sehr fluffig, liegt an viel Eischnee und weniger Backpulver.“ Steffi wiederum findet: „Schmeckt wie Rührei!“ Gemeinsam rätseln die Gäste, woran das liegen könne, bis es Jessica wie Puderzucker von den Augen fällt: „Er hat das Mehl vergessen!“

Für Moritz kein Grund, sein Dessert abzuschreiben: „War ganz okay, keine Katastrophe.“ - „Ausbaufähig“, sagt Jessica, während Patrick tröstet: „Das Wichtigste ist doch, dass es einem selber schmeckt.“ Und weil die Kieler Runde gar nicht unterkühlt, sondern freundlich ist, erhält Moritz 31 Punkte -auch für sein garantiert glutenfreies Dessert. (tsch)

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