Der US-Schauspieler Val Kilmer ist überraschend gestorben.
Große Trauer um Hollywood-StarVal Kilmer ist überraschend gestorben – er wurde 65 Jahre alt
Hollywood trauert um einen seiner Großen: Der Schauspieler Val Kilmer ist am Dienstag (2. April) im Alter von 65 Jahren gestorben.
Die Todesursache war eine Lungenentzündung, das teilt seine Tochter Mercedes Kilmer der „New York Times“ mit. Bei dem Schauspieler war 2014 Kehlkopfkrebs diagnostiziert worden, von dem er sich später aber erholt habe.
Kilmer wurde mit Hauptrollen als Jim Morrison in Oliver Stones „The Doors“ (1991) und Joel Schumachers „Batman Forever“ (1995) berühmt, war zuletzt 2022 im Sequel „Top Gun: Maverick“ an der Seite von Tom Cruise in seiner 1986-Kult-Rolle als „Iceman“ zu sehen – obwohl er aufgrund seiner Krebserkrankung bereits nicht mehr sprechen konnte.
Val Kilmer tot: Seine Rolle als Jim Morrison war eine seiner denkwürdigsten
Sein Filmdebüt gab er 1984 in der Parodie „Top Secret!“, einem Spionagefilm, in dem er einen US-amerikanischen Rockstar in Berlin spielte, der ahnungslos in eine ostdeutsche Verschwörung verwickelt wird.
2021 erschien die Dokumentation „Val“ über sein Leben. Sein Sohn lieh dem Schauspieler seine Stimme, der Film nutzte Hunderte Stunden Videomaterial, das er im Laufe der Jahre aufgenommen hatte.

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Ein von der Krankheit gezeichneter Val Kilmer 2019 auf dem roten Teppich in Los Angeles.
Eine seiner denkwürdigsten Rollen war die des charismatischen Jim Morrison in „The Doors“. Kilmer lernte vor seinem Vorsprechen die Texte aller Morrison-Songs auswendig und vertiefte sich in die Rolle, wobei er fast ein Jahr lang ähnliche Kleidung wie der Sänger trug. In einer Kritik heißt es über seine Rolle als Jim Morrison: „Die Darstellung ist das Beste am Film – und da sich fast jede Szene um Morrison dreht, ist das kein geringes Lob.“
Kilmer wurde in Los Angeles geboren, wuchs in Chatsworth auf und besuchte die Hollywood Professional School und die Juilliard School. Er trat abseits des Broadway in „The Slab Boys“ neben Sean Penn und Kevin Bacon auf, bevor er seine erste Fernsehrolle in der Nachmittagsshow „One Too Many“ übernahm, in der auch Michelle Pfeiffer mitspielte.
2016 hatte Schauspielkollege Michael Douglas das Leiden seines Freundes als Erstes öffentlich gemacht. Zunächst bestritt Kilmer die Erkrankung, räumte sie ein Jahr später jedoch ein und erklärte, er sei inzwischen geheilt. Kilmer war bis 1996 mit der Schauspielerin Joanne Whalley verheiratet, sie bekamen zwei Kinder: Mercedes und Jack Kilmer. Beide wurden ebenfalls Schauspieler. (mg)