Nach 22 Jahren lädt Werner Schmidbauer zum letzten „Gipfeltreffen“. Am Karfreitag endet mit der 126. Sendung das „Walk-Format“, das der Liedermacher und Moderator einst selbst initiiert hatte.
„War eine feste Größe“TV-Kultreihe endet nach 22 Jahren: „Es ist es an der Zeit“

Copyright: BR/Werner Schmidbauer
Zum „Gipfeltreffen“ bat Werner Schmidbauer auch schon „Tatort“-Star Ferdinand Hofer. Jetzt endet die Sendereihe.
2003 ging „Das Gipfeltreffen“ auf im BR-Dritten Sendung. Gast der ersten Ausstrahlung war Schauspieler Elmar Wepper. Seitdem hat der Gastgeber der Sendung, Werner Schmidbauer, in luftiger Höhe mit 126 interessanten Menschen geplaudert und sie zu seiner Gipfelbrotzeit - seinen unverwechselbaren Fleischpflanzerln - eingeladen. Nach rund 50.000 Höhenmetern und Talks mit Prominenten wie Fredl Fesl, Alfons Schuhbeck, Konstantin Wecker und Rosi Mittermaier geht Schmidbauer nun auf Abschiedstour.
„'Wenn's an der Zeit ist' heißt eins meiner Lieder - und wenn es am schönsten ist, soll man aufhören“, so lässt sich der Moderator und Liedermacher in einer aktuellen Mitteilung des Bayrischen Rundunks zitieren. „Für mich ist es an der Zeit, mich von diesem, meinem Herzensformat, zu trennen, um neue Wege zu gehen und mehr Zeit für meine ebenso geliebte Musik zu haben. Ich hatte das große Glück, seit 1984 immer wunderbare BR-Formate gestalten und moderieren zu dürfen. Dafür bin ich von Herzen dankbar und glücklich.“
„Am Berg werden wir Werner Schmidbauer vermissen“
Schmidbauers letzter Wander- und Gesprächsgast am Karfreitag, 18. April, 17.45 Uhr, ist Martin Kälberer - seit 30 Jahren Weggefährte, Musikpartner und guter Freund. Zusammen steigen sie auf den 1.214 Meter hohen Mitterberg bei Bad Feilnbach, dessen Gipfel auch Ziel der ersten Folge war.
Werner Schmidbauer und der Bayerische Rundfunk prägt eine enge Verbundenheit. So moderierte der Musiker 1984 die erste Ausgabe des BR-Kultformats „Live aus dem Alabama“ mit, 460 Mal führte er durch die Sendung. 1994 wurde er Fritz Egners Nachfolger bei „Dingsda“.
Weitere Formate wie „Schmidbauers“ und „Unter 4 Augen“ sowie das von ihm ins Leben gerufene Musikformat „aufgspuit!“ folgten. Seit Ende der 70er-Jahre ist Werner Schmidbauer zudem als Liedermacher auf Tour, von 1993 bis 2016 trat er mit Martin Kälberer als „Schmidbauer & Kälberer“ auf. Seit 2024 ist Schmidbauer mit seinem aktuellen Programm „Mia san oans“ unterwegs.
Iris Mayerhofer, Leiterin des Programmbereichs Unterhaltung und Heimat im BR, bedauert Schmidbauers Abschied: „22 Jahre lang war das 'Gipfeltreffen' eine feste Größe im BR Fernsehen.“ Der Erfolg der Reihe „Gipfeltreffen“ sei untrennbar mit Werner Schmidbauer verbunden: „Seine Leidenschaft für Menschen, Gespräche und Natur waren in jeder Folge spürbar. Am Berg werden wir Werner Schmidbauer vermissen.“
Rückblicks-Sendung am Ostermontag
Am Ostermontag, 21. April blickt der „Momentensammler“ Werner Schmidbauer zurück auf 120 Folgen „Gipfeltreffen“ und auf prägende Ereignisse - berührende, lustige, emotionale und überraschende Momente.
Vorab, am 17. April, zeigt der BR einen Mitschnitt des Konzerts „Schmidbauer & Kälberer laden ein“ vom Münchner Tollwood-Festival 2024. Hier feierte ihre frühere Band Schmidbauers nach 25 Jahren eine Wiedervereinigung. (tsch)