„Der Vierer“, „We Live In Time“ und „Wolf Man“: Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.
Zwischen Lust und FrustDas sind die DVD-Highlights der Woche

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„Der Vierer“ handelt von einem Vierer-Date, bei dem leider nicht alle auf der gleichen Wellenlänge unterwegs sind. In den Hauptrollen, von links: Lucía Barrado, Florian David Fitz, Friedrich Mücke und Julia Koschitz. (Bild: Leonine/Neos Film/W&B Film/Epo-Film / Petro Domenigg)

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„Der Vierer“ ist eine prominent besetzte deutsch-österreichische Komödie. (Bild: Leonine)
„Auf unseren ersten Vierer!“ - Da lachen sie noch, mit einem Glas Hochprozentigem in der Hand, um sich aufzulockern und in Stimmung zu bringen. Ein bisschen schäkern, viel gespanntes Kribbeln und jede Menge sinnliche Vorfreude. Das könnte ein toller Abend werden! Weil das hier aber eine Komödie fürs breite Publikum und kein Schmuddelfilm fürs Nachtprogramm ist, kommt in „Der Vierer“ doch alles ganz anders. Der prominent besetzte deutsch-österreichische Filmspaß erscheint nun ebenso wie „We Live in Time“, ein Liebesdrama mit Florence Pugh und Andrew Garfield, und der Horrorfilm „Wolf Man“ auf DVD und Blu-ray.
„Der Vierer“ (VÖ: 11. April)

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Zwischen Tobias (Andrew Garfield) und Almut (Florence Pugh) entwickelt sich eine wunderbar romantische Liebesbeziehung, ehe eine schwerwiegende Krankheitsdiagnose ihr Leben auf den Kopf stellt. (Bild: Studiocanal/Peter Mountain)
Sophie (Julia Koschitz) und Paul (Florian David Fitz) wollen endlich mal wieder etwas Schwung in ihre Beziehung bringen, vor allem im Bett. Also beschließen sie, es mal mit einem Vierer zu probieren. „Brauchen wir Regeln?“, fragt Paul sicherheitshalber bei seiner Sophie nach. Die sieht dafür keine Notwendigkeit: „Wieso? Jeder, wie er mag, oder?“ Ein paar Regeln wären aber vielleicht doch ganz gut gewesen. Paul lädt zu dem Vierer seinen besten Kumpel Andi (Friedrich Mücke) ein, was Sophie ziemlich uncool findet. Die Vierte im Bunde wiederum, Mia (Lucía Barrado), findet Paul aufgrund ihres ausgeprägten Temperaments zwar recht „scharf“, sie macht ihm aber auch „ein bisschen Angst“. So gerät der Abend schon ein wenig in Schieflage, bevor er überhaupt richtig begonnen hat. „Der Vierer“ist eine turbulente, hochkarätig besetzte Komödie zwischen Lust und Frust - mit großen Gefühlen, Intimrasur-Missgeschicken, Diskussionen ums Hintern-Abwischen der Kinder und Streit um Küchengeräte. Am Ende wird es dort, wo in erster Linie gefummelt und geknutscht werden sollte, manche schallende Ohrfeige geben. Und viele Lacher. Hauptdarsteller Florian David Fitz schrieb selbst am Drehbuch mit.
Preis DVD: circa 15 Euro

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„We Live in Time“ ist ein ungewöhnliches Liebesdrama. (Bild: Studiocanal)
DE/AT, 2024, Regie: Iván Sáinz-Pardo, Laufzeit: 89 Minuten
„We Live in Time“ (VÖ: 10. April)

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Charlotte (Julia Garner, links), Ginger (Matilda Firth) und Blake (Christopher Abbott) wurden im Wald von einer seltsamen Kreatur angegriffen. (Bild: Nicola Dove/Universal Pictures)
Liebe ist schön, Krankheit ist schlimm, und wenn beides im Film zusammenkommt, wird's in der Regel herzzerreißend dramatisch. Allerdings laufen solche Produktionen viel zu oft auf vorhersehbares, seichtes und letztlich banales Carpe-Diem-Allerlei hinaus. Dass es auch anders geht, origineller, anspruchsvoller, weniger kitschig, zeigt „We Live in Time“. Florence Pugh (“Little Women“) und Andrew Garfield (“Spider-Man: No Way Home“) spielen Almut und Tobias, ein Pärchen, dessen Beziehung nach romantischen Anfängen durch eine schwere Krankheit auf die Probe gestellt wird. Wie die Sache wohl ausgehen wird, ist in dem Fall lange nicht zu durchschauen. Auch deshalb, weil die Ereignisse nicht chronologisch abgearbeitet, sondern stattdessen verschiedene Momente im Leben von Almut und Tobias bunt durcheinander gemischt werden. Ein kunstvolles Liebesdrama-Puzzle, das sich Teilchen für Teilchen zusammensetzt.
Preis DVD: circa 14 Euro

Copyright: 2025 Universal Studios
In „Wolf Man“ feiert ein berühmtes Film-Monster sein Comeback. (Bild: 2025 Universal Studios)
UK/FR, 2024, Regie: John Crowley, Laufzeit: 103 Minuten
„Wolf Man“ (VÖ: 10. April)
Der Werwolf gehörte mal zu den Stars der „Universal Monsters“, einer heute legendären Filmreihe, die zwischen den 1920er- und 50er-Jahren das Gruselkino prägte. Auch bei diesem neuen „Wolf Man“ handelt es sich um eine Universal-Produktion. Budget-mäßig ist dieser Film (Regie und Drehbuch: Leigh Whannell) zwar eine etwas bescheidenere Angelegenheit als vor ein paar Jahren das etwa 150 Millionen Dollar teure „Die Mumie“-Remake mit Tom Cruise. Nur etwa 25 Millionen kostete der Horrorstreifen, der lose auf dem Klassiker „Der Wolfsmensch“ von 1941 basiert. Aber dafür wird in „Wolf Man“ umso lauter gekreischt, wenn Mensch und Monster aufeinandertreffen. In einer frühen Szene des Films rennen Blake (Christopher Abbott), Charlotte (Julia Garner) und Tochter Ginger (Matilda Firth) panisch auf den Eingang eines alten Hauses irgendwo in den Wäldern Oregons zu. Etwas hat sie angegriffen und verfolgt sie. Schnell durch die Tür - puh, gerade noch geschafft! Oder auch nicht: Drinnen im Haus wähnt sich die Familie zunächst in Sicherheit. Doch dann beginnt Blake, der bei dem Angriff ein paar heftige Kratzer davongetragen hat, sich langsam zu verwandeln ...
Preis DVD: circa 15 Euro
US, 2025, Regie: Leigh Whannell, Laufzeit: 99 Minuten (tsch)