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„Muss Konsequenzen geben“FC-Profi fliegt aus dem Kader fürs Heidenheim-Spiel

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Die Rettung ist geschafft, beim 1. FC Köln können sie schon zwei Spieltage vor dem Ende durchpusten. Ein Profi nahm das wohl zu ernst und flog aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader vor dem Heidenheim-Spiel.

Paukenschlag vor dem letzten Heimspiel der Saison beim 1. FC Köln! Am Sonntag (10. Mai 2026) kam es schon am frühen Morgen vor dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim (17.30 Uhr, Dazn und Liveticker auf EXPRESS.de) zum Knall!

Als Trainer René Wagner (37) seine Spieler zum Anschwitzen bat, war ein Profi nicht dabei: Jahmai Simpson-Pusey hatte verschlafen. Die Reaktion des Klubs: Der Engländer flog aus dem Kader. Der FC teilte mit: „Jahmai Simpson-Pusey kam heute zu spät zum Anschwitzen und ist deshalb nicht im Kader.“

Jahmai Simpson-Pusey verpasste das Anschwitzen

Im TV-Interview bei DAZN sagte Wagner: „Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, dass das Spiel für uns wichtig ist. Und da müssen wir Haltung zeigen. Wenn ein Spieler dann morgens zu spät kommt, dann muss es Konsequenzen geben. Das muss die Mannschaft zu spüren bekommen. Und das war wichtig für uns, dass wir die Entscheidung so getroffen haben.“

Der 20‑jährige Verteidiger ist von Manchester City ausgeliehen. Der FC will den Youngster im Sommer für etwas unter acht Millionen Euro per Kaufoption verpflichten. Im Winter stieß Simpson-Pusey zum FC, machte bisher zehn Spiele und überzeugte die Verantwortlichen.

Im Januar und Februar verpasste er noch vier Spiele aufgrund einer Muskelverletzung. Im März kamen noch eine Rotsperre und privater Sonderurlaub wegen der Geburt seines Sohnes hinzu, sodass er drei Partien verpasste. Doch seit einigen Wochen war Simpson-Pusey in der Innenverteidigung gesetzt. In den vergangenen Spielen stand er jeweils über 90 Minuten auf dem Feld.

Köln startet gegen Heidenheim mit folgender Aufstellung: Schwäbe - Sebulonsen, Schmied, Özkacar, Lund - Krauß, Johannesson - Maina, Bülter, Kaminski - El Mala

Dass Simpson-Pusey nicht durch Rav van den Berg, sondern durch den Schweizer Joel Schmied ersetzt wird, hat auch Gründe. Der Abwehrspieler aus den Niederlanden kostete acht Millionen Euro, er erhielt einen Vertrag bis 2030. Es wurde vereinbart, dass die Summe durch Bonuszahlungen auf bis zu zehn Millionen Euro ansteigen kann.

Doch bei diesen Bonuszahlungen spart der FC nach Informationen von EXPRESS.de einen Millionenbetrag. Gekoppelt waren weitere Überweisungen an den England-Klub FC Middlesbrough an konkrete Leistungen. Dazu zählen Klassenerhalt oder Einsätze des Spielers.

Bislang kam van den Berg nur auf 14 Einsätze in der Bundesliga, im DFB-Pokal spielte er gar nicht – zu wenig für weitere Ablösezahlungen an Middlesbrough.

Und wie geht es mit Jahmai Simpson-Pusey weiter? Dem Vernehmen nach hat er das Anschwitzen verpasst, weil er den Wecker nicht gehört hat. Er hat ein kleines Baby, da kann so etwas schon mal passieren. Beim nächsten Spiel gegen den FC Bayern München (16. Mai) soll er wieder im Kader stehen.

Die Mannschaft des 1. FC Köln kommt angeführt von Deniz Aytekin auf den Platz.

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