Der 1. FC Köln muss beim Auswärtsspiel beim Karlsruher SC weiterhin auf Julian Pauli verzichten. Der Verteidiger kommt auch drei Monate nach seiner Gehirnerschütterung weiter nicht auf die Beine.
„Können nicht seriös planen“FC-Youngster gibt weiter Rätsel auf – Struber sieht Hoffnungsschimmer

Copyright: Herbert Bucco
Julian Pauli (hier am 25. Januar 2025) zog sich Anfang Dezember gegen Hertha BSC eine Gehirnerschütterung zu und fällt seitdem aus.
Er war der Senkrechtstarter der Saison beim 1. FC Köln. Julian Pauli (19), den vor der Spielzeit wohl nur die wenigsten auf dem Zettel hatten, krallte sich in der Sommer-Vorbereitung unerwartet einen Stammplatz und überzeugte über weite Strecken der ersten Saisonhälfte mit bärenstarken Leistungen.
Bis auf wenige Ausnahmen verteidigte der Youngster mit einer beachtlichen Routine und Abgeklärtheit, obwohl Pauli zuvor über keinerlei Profierfahrung verfügt hatte.
Julian Pauli fehlt dem FC seit fast drei Monaten
Doch beim Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC begann dann das Drama. Pauli musste gegen die „Alte Dame“ nach einem Kopf-Crash bereits nach 17 Minuten vom Platz.
Seitdem konnte Pauli kein einziges Spiel mehr absolvieren. Fast drei Monate ist die schwere Gehirnerschütterung bei dem Innenverteidiger inzwischen her. Noch immer kann sich der Youngster jedoch nicht wieder einer vollständigen Belastung aussetzen. Dabei ließ der FC nichts unversucht und stand im Januar sogar „im Austausch mit internationalen Experten“.
Trotz vieler Tests und Checks ist eine Rückkehr auf den Platz weiterhin nicht absehbar. Vor dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC am Samstag (1. März 2025, 20.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de) klang Gerhard Struber (48) weiterhin ratlos.
„Wir können nicht seriös planen. Wir schauen von Einheit zu Einheit, wie er die gesteigerten Belastungen und Anforderungen bewerkstelligen kann. Ich tue mich schwer, einen Zeitrahmen zu stecken.“
Neun Ligaspiele und das Pokal-Feuerwerk gegen Bayer Leverkusen hat der U20-Nationalspieler bereits verpasst und ein Ende ist erstmal nicht in Sicht. Immerhin versprühte Struber am Donnerstag auch ein ganz kleines Fünkchen Hoffnung.
Da sagte der Coach: „Ich würde sagen, die letzten Tage macht er große Schritte. Wir sind hoffnungsvoll, dass es bei ihm in absehbarer Zeit wieder Richtung Mannschaftstraining geht.“