Mit seiner linken Klebe stand er für einen knallharten Abschluss, bei seinem Abschiedsspiel zeigte Kult-Fußballer Adriano sich nach einer besonderen Überraschung jetzt aber von seiner weichen Seite.
Bei AbschiedsspielKult-Fußballer in Tränen aufgelöst: Plötzlich spricht sein verstorbener Vater zu ihm

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Der brasilianische Fußball-Liebling Adriano weint bei seinem Abschiedsspiel am Sonntag (15. Dezember 2024).
von Béla Csányi (bc)
Bei Inter Mailand bis heute als „L'Imperatore“ verehrt, daheim schon lange Idol von Traditionsklub CR Flamengo, gab Brasiliens einstiger Fußballstar Adriano am Sonntag (15. Dezember 2024) offiziell seinen Abschied als Profi.
Acht Jahre nach seinem letzten Pflichtspiel erzielte der heute 42-Jährige beim 4:3 einer Legenden-Auswahl seines Herzensklubs aus Rio de Janeiro gegen ein Team mit Freunden aus seiner Italien-Zeit jeweils ein Tor für beide Seiten. Dann wartete auf den bei vielen Fans noch immer als Kult-Fußballer verehrten Ex-Stürmer eine ganz besondere Überraschung.
Adriano erlebt bewegenden Moment bei seinem Abschiedsspiel
Vor gut 30.000 Fans im legendären Maracana-Stadion waren auch 1994er-Weltmeister Romario (58) und Athirson (47/ehemals Bayer Leverkusen) unter den Torschützen.
Mit Inter Mailand holte Adriano zwischen 2001 und 2009 sieben Titel (vier Meisterschaften, zwei Pokalsiege, einen Supercup-Triumph). Bei seinem Jugendklub Flamengo machte er sich mit der Meisterschaft 2009 unsterblich.
In der Selecao wurde Adriano stets als Nachfolger von „Fenomeno“ Ronaldo gehandelt, zeigte sein Potenzial als Weltklassestürmer dann auch beim Copa America-Triumph 2004 und dem Confed-Cup-Titel 2005 in Deutschland. Seine gewaltigen Abschlüsse mit dem starken linken Fuß ließen Adriano für viele junge Fans zum Kindheitshelden werden.
Doch nach dem Tod seines Vaters Almir Leite Ribeiro nach einem Herzinfarkt im August 2004 glitt er emotional immer wieder in Krisen ab. Adriano sorgte mit Partys, Alkohol und Übergewicht oft für Negativ-Schlagzeilen und kam so am Ende nur auf 50 Länderspiele mit immerhin 29 Toren.
Auch nach der Karriere folgten immer wieder schwierige Phasen, in denen sich Fans um seine Gesundheit sorgten. Über den Tod seines Vaters sagte Adriano einst: „Meine Liebe für den Fußball war seit diesem Tag nie mehr so wie zuvor. Er hat den Fußball geliebt, daher habe ich den Fußball auch geliebt. Meine Freude war verschwunden.“
An seinen geliebten Vater wurde er bei seinem Abschiedsspiel dann auch noch einmal auf besondere Art und Weise erinnert: Almir sprach über die Videoleinwände im Maracana-Stadion plötzlich zu seinem Sohn – von den Machern mit Künstlicher Intelligenz ermöglicht und in Almirs früherer Stimme eingesprochen.
Hier gibt es die Szene im Video zu sehen:
Bei Adriano flossen umgehend die Tränen, er erlebte den Gänsehaut-Moment auf dem Rasen gemeinsam mit seiner Mutter Rosilda Ribeiro. Die überreichte ihm außerdem ein Trikot seines Herzens-Klubs Flamengo.
Erst vor wenigen Wochen hatte es wieder Sorgen um Adriano gegeben, weil ein Video aus den brasilianischen Favelas kursierte, auf dem er auffällig abgelebt wirkte. Bei seinem Abschiedsspiel schien der Imperator dann aber schon wieder mehr auf der Höhe. (mit sid)