Trotz Fast-NeundarterSchindler erlebt große WM-Enttäuschung – Fans rätseln über Einlauf-Song

Martin Schindler läuft an den Fans vorbei zur Bühne.

Martin Schindler, hier bei seinem Walk-On beim Grand Slam of Darts am 10. November 2024, ist bei der WM früh gescheitert.

Martin Schindler hat bei der Darts-WM den Neundarter haarscharf verpasst – und eine deftige Auftaktpleite kassiert.

von Antje Rehse  (are)

Martin Schindler ist bei der Darts-WM bereits an der Auftakthürde gescheitert. Der mit großen Hoffnungen ins Turnier gegangene Schindler verlor gegen den Engländer Callan Rydz mit 0:3.

Im ersten Satz verpasste Schindler nur haarscharf einen Neundarter – der letzte Dart landete einige Millimeter unter der Doppel-12. Eine bezeichnende Szene: Schindler verlor noch das Leg – und nutzte auch danach viel zu oft seine Chancen auf die Doppel nicht.

Schindler tauscht für WM den Walk-On-Song – Anderson raus

Die deutsche Nummer eins hatte sich das Achtelfinale als Minimalziel gesteckt und muss nun schon nach dem ersten Match die Koffer packen.

„Die Auslosung hätte definitiv schlimmer ausfallen können“, sagte Schindler, „gegen Callan habe ich bisher zwölf- oder 13-mal gespielt und noch nie verloren. Ich hoffe, das ändert sich bei der WM nicht.“ Doch ausgerechnet im Ally Pally kassierte Schindler die erste Niederlage gegen seinen Konkurrenten.

Schon bevor der erste Dart geworfen wurde, hatte es Verwirrung gegeben. Schindler läuft normalerweise zu „Ich will“ von Rammstein ein. Diesmal war aber bei seinem Walk-On „J'adore Hardcore“ zu hören – das Scooter-Cover der inoffiziellen Darts-Hymne „Chase the Sun“ von Planet Funk. Einige Fans rätselten, was dahinter steckt.

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Sport1-Experte Robert Marijanovic mutmaßte während der Live-Übertragung, dass der britische Sender Sky bei der WM den Einlauf zu Rammstein nicht gerne sieht. Schindler hatte im Vorfeld der WM im Sport1-Interview erklärt: „In England kommt der Song einfach nicht richtig an. Die Interaktion fehlt“.

Später am Abend erwischte es in Gary Anderson einen weiteren gesetzten Spieler früh. Der Schotte, der sich im Jahr 2024 eigentlich in guter Form präsentiert hatte, verlor nach einer schwachen Leistung überraschend mit 0:3 gegen den Schweden Jeffrey de Graaf – und das ausgerechnet an seinem 54. Geburtstag.