In Rodenkirchen und Teilen der Innenstadt sorgt die Wahlwerbung der CDU an Lichtmasten für Ärger. So sind die Regeln der Stadt.
Plakate in KölnEs eskaliert immer mehr – „schwere Minderwertigkeitskomplexe“
Seit dem 17. Januar 2025, 15 Uhr, darf in Köln plakatiert werden. An Lichtmasten hängen nun wieder die verschiedenen Kandidaten, die für die Bundestagswahl am 23. Februar werben.
Nicht alles läuft dabei perfekt. EXPRESS.de-Leser Jörn V. schickte uns das Foto mit der Plakat-Flut von Daniel Otte.
CDU-Wahlwerbung in Köln: Ist das übertrieben?
Der CDU-Politiker tritt bei der Bundestagswahl im Wahlkreis II im Kölner Südwesten an. Doch Ottes Team scheint es bei der Plakatierung etwas übertrieben zu haben.
So wurden in beispielsweise in Rodenkirchen gleich vier Plakate mit derselben Botschaft übereinander gehängt – und das an mehreren Masten.
Hier lesen: Wahlplakate in Köln wurden zu früh aufgehängt
„Man könnte denken, er hat schwere Minderwertigkeitskomplexe“, erklärt Jörn V. gegenüber EXPRESS.de. „Das ist ja schon Belästigung.“
Auch Felicitas T. fotografierte am 21. Januar in Rodenkirchen Wahlwerbung von Otte. Hier wurden sogar acht Plakate an einem Lichtmast übereinander gehängt. Für Felicitas ein absolutes Unding: „Das ist eine geile Steuerverschwendung.“ Ganz oben thront zudem noch ein Plakat von Sven Lehmann (Grüne). Das soll allerdings zuerst im unteren Bereich gehangen haben und dann vom CDU-Wahlteam nach oben geschoben worden sein.
Weitere Plakat-Ansammlungen von Otte wurden auch an der Kreuzung Innere Kanalstraße/Aachener Straße entdeckt. Kurios wurde zudem auf der Friedrich-Schmidt-Straße in Braunsfeld plakatiert.
So reagiert die CDU auf die Plakat-Kritik in Köln
Und was sagt die Kölner CDU zur Plakat-Flut? „Im Kölner Süden wird traditionell viel plakatiert“, erklärt der CDU-Geschäftsführer Bastian Ebel auf EXPRESS.de-Nachfrage.
Man sei froh, so viele motivierte Teams zu haben, die für die Partei unterwegs sind. Allerdings verstoße man hier nicht gegen geltendes Recht. Sollte es aber falsch hängende Plakate geben, die beispielsweise Radfahrende oder Fußgänger beziehungsweise Fußgängerinnen behindern, werde das Problem schnellstmöglich behoben, versichert Ebel.
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Die Stadt Köln hat in Sachen Wahlwerbung einen Katalog mit klaren Regeln aufgestellt. So müssen die Parteien Anzahl und Örtlichkeiten der Plakate bis spätestens zum 23. Februar 2025 der Stadt melden. Diese Regelung gilt für Plakate mit der Größe bis maximal DIN A0 (84,1 cm mal 118,9 cm). „Eine generelle Genehmigung zum Aufhängen ist nicht erforderlich“, teilt die Stadt mit.
Anders ist das bei größeren Werbeflächen im Kölner Stadtgebiet. Hier muss ein formloser Antrag, mindestens drei Wochen vor Aufstellung, bei der Stadt vorliegen. Die Aufstellung ist dann nur nach Genehmigung erlaubt. Gebühren für das Aufhängen von Wahlwerbung fallen nicht an.