Wie bitte?Thai-Imbiss in Düsseldorf erlässt Hausverbot für Kinder – Begründung klingt skurril

In diesem Thai-Imbiss in Düsseldorf-Flingern haben Kinder keinen Zutritt.

In diesem Thai-Imbiss in Düsseldorf-Flingern haben Kinder keinen Zutritt.

Ein Düsseldorfer Thai-Imbiss verwehrt Kindern den Zutritt. So lautet die Begründung.

von Andreas Krüger  (AK)

Das hat es so noch nicht gegeben in Düsseldorf: Ein Thai-Imbiss in Düsseldorf-Flingern verwehrt kleinen Kindern rigoros den Zutritt.

Ein großer Zettel an der Eingangstür weist darauf hin. Als Begründung wird angegeben, dass laute Geräusche die Köchin bei der Arbeit stören würden und sie dann nicht mehr fehlerfrei die Speisen zubereiten könne.

Düsseldorf: Kinder in Thai-Imbiss nicht erlaubt

Vor einigen Jahren hatte mal ein Biergarten in Düsseldorf einen kleinen Teil des Areals für Kinder unzugänglich gemacht. Allerdings gab es dort noch einen Spielplatz, auf dem sich die Kleinen austoben konnten. Aber ein komplettes Zugangsverbot hat es in der Landeshauptstadt so bisher noch nicht gegeben. In den Sozialen Medien und auf einschlägigen Gastroportalen wird dieses Verhalten kritisiert, andere zeigen aber durchaus Verständnis.

So schreibt SandraMcclure: „Absolut kinderunfreundlich! Beide Kinder sollten sofort ihre Schuhe ausziehen, weil der Mann Angst um seine Lederstühle hatte! Er meinte Er weiß schon was passiert! Es kam nicht zum Essen.“

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Ein anderer User mit dem Nickname „OnAir“ schreibt: „Kinder sind hier verboten, mehr muss man nicht sagen. Nicht Hunde müssen draußen bleiben, sondern Kinder müssen draußen bleiben.“

Ebenfalls schreibt jemand: „Wir wollten hier zu Mittag essen, da wir bereits gute Dinge über die Qualität der Speisen gehört haben, aber dazu ist es nie gekommen. Der Laden war komplett leer, und wir wurden abgewiesen, weil wir mit unserem zehnjährigen Kind in den Imbiss gekommen sind ... Es ist unfassbar, dass man 2024 aus einem Imbiss verbannt wird, wenn man mit Kindern vorbeikommt. Das geht leider in Deutschland, da Kinderrechte nicht im Grundgesetz stehen. Über das Alter steht leider nichts drin, und deshalb ist dies legal, aber unfassbar.“

Der Inhaber, Herr Rosik, hat in einem Gespräch mit dem EXPRESS Stellung zu den Vorwürfen genommen: „Wir haben nichts gegen Kinder. Aber wir haben etwas gegen Eltern, die ihre Kinder nicht beaufsichtigen und sie machen lassen, was sie wollen. Die Räumlichkeiten sind sehr klein und die Gäste wollen in Ruhe essen. Aber wenn dann die Kinder zwischen den Tischen toben, geht das nicht.“

Ein Zettel hängt im Fenster.

So weist der Thai-Imbiss in Düsseldorf-Flingern auf das Kinder-Verbot hin.

Zudem sei es vorgekommen, dass ein Kind während des Essens auf den Tisch geklettert sei und dort zwischen den Tellern und Getränken umhergelaufen ist. „Den Dreck durften wir dann anschließend aber wegmachen.“

Zudem seien Kinder öfter hinter die offene Küche gelaufen und die Eltern hätten sich trotz Aufforderung nicht darum gekümmert. „Wir arbeiten hier mit heißem Fett. Von daher ist es viel zu gefährlich, wenn Kinder hinter der Theke rumlaufen. Wir haben das sehr lange mitgemacht, aber dann war irgendwann der Punkt erreicht, wo wir nicht mehr konnten und uns die Geduld ausgegangen ist. Leider bekommen wir von den Eltern keinen Respekt. Wenn wir etwas sagen, dann wurden wir noch beschimpft.“