Leipzig feiert Königsklasse, St. Pauli am Abgrund.
Leipzig feiert, Pauli zittertSachsen sichern sich die CL, für die Kiezkicker wird es eng

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Torschütze Willi Orban (r) und Kapitän David Raum feiern Leipzigs zweites Tor.
Drama pur in Leipzig: RB in der Champions League, St. Pauli am Abgrund! Das Ticket für die Königsklasse ist gelöst! RB Leipzig hat es geschafft und sichert sich die Teilnahme an der Champions League. Ganz anders die Stimmung beim FC St. Pauli, für den der Abstieg in die 2. Liga immer wahrscheinlicher wird. Die Sachsen rangen die Hamburger in ihrem finalen Heimauftritt mit 2:1 (1:0) nieder, was besonders im ersten Durchgang ein hartes Stück Arbeit war. Für die Kiezkicker kommt es am letzten Spieltag zum Showdown gegen den VfL Wolfsburg.
Vor 47.800 Zuschauern war es Xaver Schlager (45. Minute), der die Leipziger Fans mit seinem voraussichtlich letzten Treffer für den Verein erlöste. Der Österreicher verlässt den Club, der seit dem Aufstieg vor zehn Jahren nur einmal den Europapokal verpasste. Abwehrboss Willi Orban (54.) legte nach – auch er traf nach einem Eckball. Der späte Anschlusstreffer von Abdoulie Ceesay (86.) ließ die Hamburger kurz hoffen.
„Leipzig steht zusammen“ – Gänsehaut-Moment vor Anpfiff
Doch bevor der Ball überhaupt rollte, hielt das ganze Stadion den Atem an. In einer bewegenden Schweigeminute wurde der beiden Todesopfer und der vielen Verletzten der schrecklichen Amokfahrt vom Montag im Stadtzentrum gedacht. Beide Mannschaften versammelten sich am Mittelkreis. Der Fanblock verzichtete auf Fahnen, nur ein einzelnes schwarz-weißes Banner wehte. Auf einer großen Leinwand stand: «Leipzig steht zusammen - in jeder noch so dunklen Stunde.»
Unmittelbar davor war die Atmosphäre noch prächtig gewesen. Der Verein feierte das zehnjährige Jubiläum des Bundesliga-Aufstiegs und hatte dazu das Team von 2016 zu Gast. Selbst RB-Macher Ralf Rangnick war anwesend und erhielt anerkennende Worte von Aufsichtsrat Oliver Mintzlaff: «Ralf Rangnick hat den Grundstein gelegt, ihm gebührt besonderer Dank.»
St. Pauli kam mit einem klaren Plan nach Leipzig: Hinten die Null halten, um im Überlebenskampf der Liga zu punkten. Und dieser Plan ging fast eine ganze Halbzeit lang perfekt auf. Die Hamburger errichteten mit zwei Fünfer-Abwehrreihen ein echtes Bollwerk vor dem eigenen Kasten. Leipzig fand einfach kein Durchkommen und kam nur zu einer einzigen Möglichkeit, die Ridle Baku (8.) kläglich vergab.
Pauli-Pech an der Latte & ein kurioses Abschieds-Tor
Die Kiezkicker lauerten ihrerseits auf schnelle Gegenstöße. Und dann kam der Moment, der alles hätte ändern können! Martijn Kaars (34.) hatte die Riesen-Chance zur Führung, doch sein Hammer knallte nur gegen das Aluminium. Weil bei Leipzig spielerisch wenig zusammenlief, musste eine Standardsituation herhalten. Nach einer Ecke traf Christoph Baumgartner per Flugkopfball nur die Beine von Schlager. Der Österreicher reagierte blitzschnell, drehte sich und das Leder zappelte im Netz. Ein verrücktes Tor als Abschiedsgeschenk für den scheidenden Spieler.
Mit der Führung im Rücken spielte es sich für Leipzig deutlich leichter. Zuerst scheiterte Asan Ouedraogo (54.) noch am Pfosten, doch in derselben Minute fiel die Entscheidung. Erneut war es ein Eckball! Orban köpfte den Ball vom Innenpfosten ins Glück. Ein vermeintliches 3:0 durch Brajan Gruda wurde wegen Abseits aberkannt. Der Anschlusstreffer für St. Pauli durch einen Traum-Volley von Ceesay kam am Ende zu spät. (dpa/red)
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