Ermittlungserfolg für die Mordkommission: Nach einem versuchten Tötungsdelikt ist ein 18-Jähriger festgenommen worden.
Bluttat in DüsseldorfPizzabote fand Messer-Opfer – jetzt griff SEK zu

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Nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt in Düsseldorf-Pempelfort in der Nacht zum 24. Juli 2022 werden Spuren gesichert. Das Symbolfoto zeigt einen Beamten der Spurensicherung nach einer Messerattacke in Frankfurt/Main.
SEK-Einsatz in Düsseldorf-Pempelfort: Spezialkräfte haben in einer Wohnung einen 18-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags festgenommen. Das haben Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag (28. Juli 2022) bekannt gegeben.
Der Festgenommene steht im dringenden Verdacht, einen 20-Jährigen niedergestochen zu haben. Das mutmaßliche Opfer war in der Nacht zu Sonntag von einem Pizzaboten auf einer Straße im Stadtteil Derendorf gefunden worden.
SEK-Einsatz in Düsseldorf: Mann (18) wegen Gewaltdelikten bekannt
Weil der Tatverdächtige in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten war und es Hinweise auf eine Bewaffnung (Messer) gab, wurde die Festnahme am Dienstagabend (26. Juli) durch Spezialkräfte durchgeführt. Seit Mittwoch sitzt er in U-Haft.
„Auslöser des Angriffs soll nach bisherigen Ermittlungen ein Verkaufsstreit im Drogenmilieu gewesen sein“, so ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei.
Ein Pizzabote war auf dem Heimweg, als er auf der Derendorfer/Ecke Düsselthaler Straße das mutmaßliche Opfer in hilfloser Lage fand. Beim Ansprechen erkannte er, dass der junge Mann eine frische Stichverletzung hatte. Für den 20-Jährigen bestand Lebensgefahr. Er musste im Krankenhaus notoperiert werden.
Im Zuge der Ermittlungen der eingerichteten Mordkommission ergaben sich Hinweise auf den 18-Jährigen. Der Tatverdacht erhärtete sich soweit, dass durch die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss und ein Haftbefehl erwirkt werden konnte. (iri)