Finale bei DSDS: In Köln wird an diesem Samstag Deutschlands neuer Superstar gesucht – und gefunden. Ein heißer Anwärter auf den Titel ist Paco Simic.
Paco schwer verliebtDSDS-Finalist weiß nicht, wie er Köln „jemals wieder loslassen soll“

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Verliebt in Köln und in Noemi: DSDS-Finalist Paco Simic.

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Für Paco Simic (23) erfüllt sich am Samstag ein Traum: Der Österreicher stand im Finale der aktuellen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“.
Ins Rennen ging er mit dem Harry-Styles-Song „As it was“ und mit seinem ganz eigenen DSDS-Lied „Home“. Ein Titel, der aktuell nicht besser passen könnte. Denn Paco hat auf seiner DSDS-Reise in Köln ein neues Zuhause und die Liebe gefunden.
Paco Simic: „Solche Sachen passieren in Köln einfach“
Ein Gefühl, das sich der Junge aus Bregenz nicht schöner hätte träumen lassen. Die Herzlichkeit der Kölner und Kölnerinnen hat ihn komplett gepackt. „Ich hab’ das in den ersten Tagen unterschätzt – bei uns in Vorarlberg sind wir auch herzlich, aber leiser, vorsichtiger. In Köln wird zuerst umarmt und dann gefragt, woher du kommst. Das ist nicht dasselbe wie nur höflich sein. Das ist warm sein, ohne darüber nachzudenken“, beschreibt Paco Simic das Kölsch-Jeföhl gegenüber EXPRESS.de.
Besonders beeindruckt hätten ihn die vielen kleinen Momente, „die Frau im kleinen Bäcker, die mich nach drei Tagen mit Namen begrüßt hat, ohne dass ich ihn ihr je gesagt hatte. Eine Kellnerin in einem Café in Ehrenfeld, die ungefragt nachgeschenkt hat, ‚weil ich so müd ausschau, Junge‘“. Auch die Musikalität in Köln hat ihn begeistert. So habe ein Taxifahrer mitten in der Nacht „Liebe deine Stadt“ mitgesungen, „ohne zu wissen, wer ich bin oder woher ich komme“.
Diese liebenswerte Lebensart hat es Paco angetan. „Solche Sachen passieren in Köln einfach.“ Und gibt es auch Dinge, die ihm an Köln nicht gefallen? „Ehrlich gesagt, dass keine Berge da sind. Wenn ich morgens in Bregenz rausschau und der Pfänder steht da, weiß ich, wo ich bin. Hier in Köln fehlt mir dieser Anker im Rücken. Und der Bodensee fehlt natürlich auch. Das ist aber nichts gegen Köln, das ist nur, dass ich von dort komme, wo ich herkomme“, sagt Der DSDS-Finalist.
Köln hat inzwischen einen festen Platz in seinem Herzen. Der 23-Jährige könnte sich sogar vorstellen, seine Zelte längerfristig in der Domstadt aufzuschlagen. „Ja, vorstellen kann ich mir das. Aber komplett würde ich’s nicht machen. Mein Herz schlägt für Vorarlberg, für Bregenz, für den Bodensee – da bin ich aufgewachsen, da ist meine Familie und meine Band Untiled.“
Sollte es mit einer Karriere nach DSDS klappen, dann ist das sogar ein realistisches Szenario. „Köln hat mich so getragen in diesen Wochen, dass ich’s mir gut als zweite Basis vorstellen kann. Wenn die Karriere in diese Richtung läuft – Studio-Arbeit, Auftritte in Deutschland, der ganze Musikbetrieb – dann macht Köln einfach Sinn. Es wäre ein Pendeln zwischen zwei Heimaten. Und dafür hab ich definitiv ein Faible“, so der 23-Jährige, der übrigens vor seinem DSDS-Abenteuer noch nie in Köln war.
„Ich war vor März insgesamt vielleicht sechs Stunden in Köln. Einmal Aufenthalt am Hauptbahnhof, auf dem Weg nach Hamburg. Das war’s. Köln war für mich vorher genau das: ein Bahnhof, ein Dom, durchfahren.“ Inzwischen fragt sich Paco, „wie ich diese Stadt jemals wieder loslassen soll. Das ist tatsächlich eine der Überraschungen meiner DSDS-Reise, dass eine Stadt, die ich gar nicht kannte, mir so ans Herz gewachsen ist.“
Das hält Paco Simic vom FC und Karneval
Zu Köln gehören natürlich nicht nur der Dom und der Hauptbahnhof, sondern auch der 1. FC Köln und Karneval. Paco, der früher bei SW Bregenz selbst Fußball spielte, kennt das Gefühl von Traditionsvereinen, von Identifikation, von Heimspielen, die mehr sind als nur Fußball. „Der FC ist genau so ein Verein. Mein Herz schlägt verständlicherweise eher für Vorarlberg, aber in Köln hab’ ich die Liebe zum Effzeh überall gespürt – und ich finde, das ist was Schönes. So ein Verein hält eine Stadt zusammen“, zollt er den Geißböcken Respekt.
In Sachen Karneval ist er da zurückhaltender – auch, weil er ihn bislang nicht wirklich mitmachen konnte. „Ich hab’ den richtigen Karneval in dieser Saison knapp verpasst – ich war ja erst ab März in Köln. Aber den Spirit hab ich in vielen kleinen Momenten erlebt. Vor allem in einer Kneipe in Ehrenfeld, irgendwann gegen 23 Uhr, als ‚Mer losse d'r Dom in Kölle‘ leise im Hintergrund lief und plötzlich drei Tische einfach mitsangen. Niemand hatte gefragt. Niemand hatte geprobt. Das war für mich dieser kölsche Geist in Reinform. Wenn ich nochmal die Chance hab, will ich auch den richtigen Karneval mitmachen – nächstes Jahr wäre perfekt.“
DSDS: Paco Simic verliebt in Kandidatin Noemi
Paco hat dank „Deutschland sucht den Superstar“ sein Herz nicht nur an Köln, sondern auch an Mit-Kandidatin Noemi Stefaniak (23) verloren. Beide lernten sich im Recall kennen und nicht nur Juror Dieter Bohlen (70) fragte sich direkt: „Wird das was wie bei Pietro und Sarah?“
Noemi war zwar in der ersten Liveshow im Battle-Duett gegen Finalist Tyrell Hagedorn (19) ausgeschieden, doch Amors Pfeil hatte sie getroffen. Paco und Noemi verband zunächst nur eine Freundschaft. „Erst später, als für uns beide klar war, was da entsteht, ist daraus mehr geworden“, sagt Paco.

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Nach dem Recall hat’s gefunkt: Paco und Noemi haben sich ineinander verliebt.
Wo er seiner Noemi den ersten Kuss in Köln gab, darüber schweigt Paco. „Das gehört uns zwei. Nur so viel: nicht der Dom, nicht am Rhein – ein Moment zwischen all dem Show-Trubel, in dem für eine Sekunde die Zeit stehen geblieben ist.“
Für den DSDS-Sieg reichte es am Ende trotz aller Unterstützung von Noemi nicht. Den holte sich Menowin Fröhlich – der damit nach seinem Finaltrauma vor 16 Jahren endlich am Ziel seiner Träume angekommen ist.

