Angst und Wut machen sich auf Mallorca breit – gerade in einem Ferienort, in dem viele Deutsche unterwegs sind. Es geht um Gift-Angriffe!
„Auf grausame Weise sterben lassen“Gift-Angriffe auf Mallorca – viele Deutsche vor Ort
Immer wieder treibt es auch viele deutsche Urlaubende an die Ostküste Mallorcas. Ein gutes Stück weg vom Trubel von Palma und des Ballermanns liegt s'Illot.
Aktuell steht aber nicht Idylle und Entspannung in dem Ferienort im Vordergrund, vielmehr machen sich laut „Mallorca Magazin“ Fassungslosigkeit und Verärgerung breit.
Mit Rattengift auf Mallorca unterwegs? Mehrere tote Tiere gemeldet
Grund dafür ist eine noch unbekannte Person, die zuletzt auf Mallorca ihr Unwesen trieb. Demnach habe eine Anwohnerin festgestellt, dass es über mehrere Tage, mutmaßlich systematische, Gift-Angriffe auf Tiere in dem Ferienort gegeben habe.
Das wurde daraufhin an die Behörden und die Polizei gemeldet, die sich nun der Angelegenheit angenommen haben. Genauer gesagt soll Futter von Katzen mit Rattengift verabreicht worden sein.
In einer Kolonie, in der streunende Katzen eigentlich geschützt werden sollen, kam es offenbar zu mehreren dieser Aktionen. Hier werden die Tiere für gewöhnlich registriert und sich um sie gekümmert – nun sind aber einige von ihnen ums Leben gekommen.
Anwohnerin Ana Laura Pereira berichtet von einem dramatischen Katzen-Sterben: „Jetzt sind nur noch vier von ihnen übrig.“ Ursprünglich seien 20 Katzen in der betroffenen Kolonie untergekommen.
Pereira wendet sich nun direkt an die Öffentlichkeit – und auch direkt an den Täter, der noch gesucht wird. „Ich habe dich schon angezeigt!“, lautet die Botschaft an ihn, die in dem Ferienort auf mehreren Aushängen zu lesen ist. „Wir setzen alles daran, die rasante Verbreitung der Katzen zu kontrollieren und sie kastrieren zu lassen. Doch du hast die Tiere auf eine grausame Weise sterben lassen.“
Die Sorge besteht, dass auch weitere Katzen und andere auf Mallorca lebende Tiere in Gefahr sind. Deswegen fällt Pereira nun den Schritt, die Öffentlichkeit zu suchen – auch, um dem Tier-Sterben in dem Ferienort ein Ende zu setzen. Bis dahin leben gerade die großen Tierfreundinnen und Tierfreunde der Insel weiterhin in Angst.