+++ AKTUELL IM TICKER +++ Nach 0:7-Schmach Kölner Haie gewinnen Spiel zwei gegen Ingolstadt deutlich und gleichen Serie aus

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FC-Profi live dabeiHaie starten mit Niederlage in den Advent – Schreckmoment um Ex-Kölner

Nach drei Siegen in Folge müssen die Kölner Haie einen Rückschlag hinnehmen. Gegen Schwenningen kassiert der KEC vor fast vollem Haus eine Heim-Niederlage.

von Antje Rehse  (are)

Den Start in den Advent hatten sich die Kölner Haie anders vorgestellt. Nach zuletzt drei Siegen in Folge kassierte der KEC am 22. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga eine 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)-Heimpleite gegen die Schwenningen Wild Wings.

„Das erste Drittel haben wir komplett verschlafen, so ehrlich muss man sein. Das war gar nichts, da haben wir jeden Zweikampf verloren“, merkte Justin Schütz nach dem Spiel bei MagentaSport kritisch an. „Wenn du nicht 60 Minuten gutes Eishockey spielst, hast du auch nicht verdient, zu gewinnen.“

FC-Profi schaut zu – Kölner Haie nutzen Powerplay-Chancen nicht

Die Haie brauchten am Sonntag (1. Dezember 2024) vor 17.523 Fans in der Lanxess-Arena in der Tat lange, um ins Spiel zu kommen, die ersten Minuten gehörten den Gästen aus Schwenningen. Mirko Pantkowski verhinderte den frühen Rückstand gegen Kyle Platzer (3.). Der KEC brauchte bis zum ersten Powerplay, um erstmals richtig gefährlich zu werden. Parker Tuomie hatte in Überzahl die beste Chance, hämmerte den Puck an den Pfosten (6.).

Vor den Augen von FC-Profi Eric Martel, der zwischendurch im Haie-Trikot fleißig Selfie-Wünsche einiger junger Fans erfüllte, tat sich Köln danach weiter schwer. Schwenningen hingegen zeigte sich hellwach, ging in der 17. Minute durch Philip Feist verdient in Führung. Wenig später kam es für die Haie noch dicker, als Tylor Spink (17.) auf 2:0 für die Gäste erhöhte.

Der KEC erholte sich aber schnell von dem Doppelschlag, Frederik Storm (19.) brachte das Heim-Team kurz vor der ersten Drittelpause mit seinem Anschlusstreffer zurück ins Spiel. „Das war ein ganz wichtiges Tor von Stormy da am Ende vom Drittel“, sagte Tuomie bei MagentaSport und forderte eine Leistungssteigerung: „Ich glaube, wir müssen mehr das Tempo vorgeben, mehr die Scheiben tief bekommen und natürlich auch hinten gut stehen.“

Zum Auftakt des zweiten Drittels gab es für die Haie zwei Powerplay-Phasen direkt hintereinander – doch die Mannschaft von Kari Jalonen biss sich an der Wild-Wings-Defensive die Zähne aus, kam trotz langer Überzahl kaum zu Tormöglichkeiten. Kaum war Schwenningen wieder komplett, klingelte es dafür hinten. Spink (28.) hatte vor dem Haie-Tor zu viel Platz, schoss die Scheibe aus kurzer Distanz an Pantkowski vorbei.

Doch erneut schafften es die Haie, zurückzukommen. Justin Schütz (36.) nutzte eine seltene Unordnung in der Schwenningen-Defensive für den Treffer zum 2:3. Nur eine Minute später hatte Louis-Marc Aubry den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte nach starker Einzelaktion aber aus spitzem Winkel an Gäste-Torwart Joakim Eriksson.

Der KEC startete in Überzahl ins letzte Drittel, kombinierte diesmal besser als in den vorherigen Powerplays – doch das Tor wollte erneut nicht fallen. Seit nunmehr drei Spielen ist Köln ohne Powerplay-Treffer. Auf der Gegenseite machte Schwenningen es besser. Die Haie in Unterzahl: Nachdem Pantkowski den Puck nach vorne abprallen lassen musste, stocherte Zach Senyshyn (45.) die Scheibe über die Linie.

Uvira mit Puck im Gesicht getroffen

Für einen Schreckmoment sorgte wenig später Ex-Hai Sebastian Uvira, der bei einem Schuss von Brady Austin von der blauen Linie den Puck voll ins Gesicht bekam. Uvira ging blutend zu Boden, konnte das Eis wenig später unter dem aufmunternden Applaus der Fans aber auf eigenen Beinen verlassen. Für den Schwenninger Stürmer ging es zur weiteren Behandlung in die Kabine.

In den letzten vier Minuten nahmen die Haie den Torwart vom Eis, doch nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Schwenningen konnte Köln selbst die 6:4-Überzahl nicht für einen Treffer zu nutzen. Es blieb beim 2:4.