Die Kölner Haie haben Rache genommen! Nach der 0:7-Pleite in Ingolstadt hat der KEC in Spiel zwei der Halbfinal-Serie in der Lanxess-Arena ein ganz anderes Gesicht gezeigt und die Serie wieder ausgeglichen.
Nach 0:7-SchmachKölner Haie gewinnen Spiel zwei gegen Ingolstadt deutlich: „Haben alles anders gemacht“
Es war für die Kölner Haie und ihre Fans wie ein verspäteter Aprilscherz. Am Mittwoch (2. April 2025) kassierte der KEC in Spiel eins der Halbfinale-Serie gegen den ERC Ingolstadt eine böse 0:7-Klatsche!
Am Freitagabend (4. April) stand in der Lanxess-Arena Spiel zwei an – und das Team von Trainer Kari Jalonen hat vor den eigenen Fans einiges wiedergutgemacht: Die Kölner Haie haben Ingolstadt mit 5:2 geschlagen und die Serie wieder ausgeglichen!
Kölner Haie gleichen Serie gegen Ingolstadt aus
Das Jalonen-Team zeigte von Beginn an ein ganz anderes Gesicht als noch vor zwei Tagen – auch wenn es zu Beginn noch Glück hatte. Für einen Check gegen den Kopf gegen Wayne Simpson entschieden sich die Schiedsrichter gegen Alexandre Grenier für eine normale Zwei-Minuten-Strafe. Hier hätte es auch eine Spieldauer-Strafe gegen den Kanadier geben können. Und Grenier wurde in dieser Partie noch ganz wichtig!
Zuerst einmal kam der KEC durch Gregor MacLeod (8. Minute) und Juhani Tyrväinen (10.) zu seinen ersten Chancen. Der Finne hatte mit seinem Lauf alleine auf Ingolstadt-Goalie Christian Heljanko die beste Chance auf die Führung.
Ins zweite Drittel starteten die Haie dann wie die Feuerwehr! Brady Austin kontrollierte die Scheibe hinter dem Tor und brachte sie mit einem schlauen Pass direkt vor den Kasten. Dort lauerte Maxi Kammerer und schob nur 61 Sekunden nach Wiederbeginn zur Führung ein (22.).
Aber die Gäste hatten eine schnelle Antwort parat. Kenny Agostino vollendete einen Konter zum 1:1 (27.) – unnötig aus Haie-Sicht. Die ließen sich aber nicht beeindrucken und schlugen nur drei Minuten wieder zurück! In Überzahl traf Grenier zur erneuten Haie-Führung (30.).
Die Hausherren hatten Blut geleckt, Kammerer setzt sich über links gut durch und überwand Heljanko mit einem Handgelenkschuss zum 3:1 (35.). Die Lanxess-Arena außer Rand und Band!
Kölner Haie: Grenier trifft zweimal ins leere Tor
Im Schlussdrittel wurde es dann nochmal spannend. Austen Keating schlich sich hinter dem Haie-Tor entlang und wartete am zweiten Pfosten, dort wurde er von Fabio Wagner bedient und schob zum 2:3 aus Gästesicht ein (51.).
Ließen sich die Haie das Spiel also nochmal aus der Hand nehmen? Nein! Knapp vier Minuten vor Schluss ging ERC-Goalie Heljanko für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Im eigenen Drittel fing Grenier dann einen Pass an der blauen Linie ab und traf zum 4:2 ins leere Tor (57.). Die Entscheidung – aber noch nicht der Schlusspunkt!
Direkt nach dem Bully ging Heljanko dann wieder vom Eis und wieder klaute sich Grenier einen schlechten Pass der Ingolstädter, diesmal im neutralen Drittel. Der Kanadier ließ sich auch diese Chance nicht nehmen und platzierte die Scheibe zum 5:2 im Netz (58.). Die Haie-Fans flippten endgültig aus.
Doppelpacker Kammerer sagte nach der Partie am MagentaSport-Mikrofon: „Wir waren von der ersten Minute an bereit. Wir sind gelaufen heute, haben körperbetont gespielt und waren extrem nah an den Männern dran. Ich glaube, wir haben alles anders gemacht als beim letzten Spiel, dafür wurden wir belohnt.“
Auch Dreifach-Torschütze Grenier war sehr zufrieden: Das zeigt, wie widerstandsfähig wir sind! Es war ein tolles Spiel heute, von der ganzen Mannschaft.
Spiel drei in der Serie steht dann bereits am Sonntag (6. April) an, dann geht es ab 16.30 Uhr wieder in Ingolstadt zur Sache. Am Mittwoch (9. April) steigt Spiel vier ab 19.30 Uhr in der Lanxess-Arena.
Wie die Partie genau verlaufen ist, könnt ihr hier noch einmal nachlesen:
Kölner Haie - ERC Ingolstadt 5:2
Tore: 1:0 Kammerer (22.), 1:1 Agostino (27.), 2:1 Grenier (30.), 3:1 Kammerer (35.), 3:2 Keating (51.), 4:2 Grenier (57.), 5:2 Grenier (58.)
Stand in der Halbfinal-Serie nach zwei Spielen: ERC Ingolstadt - Kölner Haie 1:1
60.: Das war die Schlusssirene! Die Kölner Haie gewinnen mit 5:2 und gleichen die Serie wieder aus!
58.: Direkt nach dem Bully geht Heljanko wieder vom Eis. Ingolstadt will über das neutrale Drittel aufbauen, aber wieder sticht Grenier dazwischen und schiebt erneut ins leere Tor zum 5:2 ein.
Tor für die Kölner Haie
57.: Knapp vier Minuten vor Schluss geht Heljanko für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Grenier fängt im eigenen Drittel dann den Puck ab und trifft zum 4:2 ins leere Tor.
Tor für die Kölner Haie
55.: Ingolstadt ist nach dem Anschlusstreffer jetzt am Drücker, können sich aber auf Rückhalt Hudacek verlassen. Currie gewinnt im gegnerischen Drittel den Puck und legt quer auf Wohlgemuth, Heljanko hält mit der Maske. In den verbleibenden fünf Minuten der regulären Spielzeit muss trotzdem nochmal mehr kommen von den Haien.
51.: Keating schleicht sich ohne Scheibe von hinter dem Tor vor den Haie-Kasten, wird dann gut bedient und kann alleine zum Anschlusstreffer einschieben. Hudacek ist machtlos.
Tor für Ingolstadt
50.: Kammerer versucht es nochmal mit einem verdeckten Abschluss, diesmal kann Heljanko aber wieder parieren. Kurz danach scheitert MacLeod mit seinem Versuch am Goalie der Gäste. Auf der anderen Seite wird Hudacek von einem Ingolstädter angeschossen. Es bleibt vorerst bei der 3:1-Führung.
45.: In den 17 verbleibenden Sekunden Überzahl ist nichts mehr passiert, dafür müssen die Haie früh im Schlussdrittel zwei Minuten in Unterzahl überstehen (Vittasmäki wegen Hakens). Das klappt aber ohne eine größere Chance der Gäste. In einer Szene ist hinten an der rechten Schulter das Trikot mit der Nummer 18 von Josh Currie gerissen. Auf der Bank streift er sich dann ein Trikot mit der 66 und ohne Namen über.
41.: Das Schlussdrittel läuft.
Drittelpause
40.: Nach dem Haie-Doppelschlag müssen dann Schütz und Girduckis auf die Strafbank nach einem kleinen Techtelmechtel auf dem Eis. Die Strafe gegen Schütz ist nicht wirklich zu verstehen. Danach bekommt Tyrväinen die Scheibe vor dem ERC-Kasten, verpasst das 4:1 aber und scheitert an Heljanko. Auf der Gegenseite rettet Hudacek sein Team dann überragend! Powell rennt alleine auf den Haie-Goalie zu, der bleibt aber ganz cool und hat die Scheibe sicher. „Hudacek, Hudacek“, ertönt es in der Arena. Wenige Sekunden später muss Powell dann wegen Stockschlags auf die Strafbank, die beste Chance in der Phase hat dann aber Ingolstadt. Morgan Ellis schießt zum Haie-Glück aber am Kasten vorbei. Ins Schlussdrittel startet Köln dann noch mit 17 Sekunden Überzahl.
35.: Kammerer zum zweiten! Der KEC-Profi leitet seinen Treffer selber ein, zieht von links überraschend ab. Heljanko ist zwar noch an der Scheibe, die fliegt dann aber zum 3:1 für die Haie in den Kasten.
Tor für die Kölner Haie
30.: Das war wichtig! In Überzahl (nach Strafe gegen Stachowiak) verlieren die Haie im gegnerischen Drittel eigentlich den Puck, gewinnen ihn aber direkt wieder. MacLeod schaltet schnell und legt den Puck vor dem Tor quer auf Grenier, der die Scheibe zum 2:1 ins Netz knallt.
Tor für die Kölner Haie
27.: Lange hat die Haie-Führung nicht gehalten. Kenny Agosstino wird bei einem Konter stark bedient von seinen Teamkollegen und muss die Scheibe am Ende wie Kammerer auf der Gegenseite nur noch einschieben zum 1:1.
Tor für Ingolstadt
25.: Die Haie führen das erste Mal in der Serie gegen Ingolstadt – und haben nicht genug. Nach einer guten Einzelaktion kommt Storm zum Abschluss, wird aber noch entscheiden geblockt. Den Rebound trifft Kammerer leider nicht richtig.
22.: 61 Sekunden nach Wiederbeginn bringt Maxi Kammerer die Lanxess-Arena zum Beben! Brady Austin bringt den Puck von hinter dem Tor vor den Kasten, dort wartet Kammerer schlau und schiebt locker zum 1:0 für die Haie ein!
Tor für die Kölner Haie
21.: Das zweite Drittel läuft.
Drittelpause
20.: Hudacek zeigt heute wie die gesamte Haie-Mannschaft eine deutlich bessere Leistung als am Mittwoch. Der Goalie pariert den nächsten Schuss der Gäste stark! Quasi im Gegenzug kommt MacLeod zum Abschluss, aber auch Heljanko hält seinen Kasten noch sauber. Rund drei Minuten vor Schluss müssen Tyrväinen und Myles Powell auf die Strafbank. Der Kölner hat einen recht späten Check gegen den Ingolstädter zu Ende gefahren, Powell bringt den KEC-Profi im Liegen dann mit seinem Schläger zu Fall. Es geht im Fünf-gegen-fünf weiter. Kurz vor der Pause scheitern Frederik Storm und MacLeod in einer Doppelchance nochmals an Heljanko.
15.: Die Haie bleiben dran, kommen durch Vittasmäki und Rantakari durch Schüsse von der blauen Linie. Heljanko pariert aber jeweils. Auf der Gegenseite blockt Hudacek einen Schuss der Gäste.
10.: Die erste große Haie-Chance datiert aus der 8. Minute. In einer Zwei-auf-eins-Situation legt Alexandre Grenier den Puck rüber auf Gregor MacLeod, ein Ingolstädter wirft sich aber noch dazwischen. In der 10. Minute hätte das 1:0 für den KEC fallen müssen! Juhani Tyrväinen bekommt die Scheibe nach Puckgewinn mutterseelenallein im gegnerischen Drittel, knallt das Spielgerät zwar an Ingolstadt-Goalie Christian Heljanko vorbei, aber nur an den rechten Pfosten.
5.: Zu Beginn der Partie hat KEC-Profi Grenier bereits Glück, nachdem er nach einem Check gegen den Kopf gegen Wayne Simpson lediglich eine Zwei-Minuten-Strafe bekommt. Die Schiedsrichter schauen sich die Szene zwar auf den Monitoren an, entscheiden sich aber gegen eine Spieldauer-Strafe. In der anschließenden Unterzahl kommt Ingolstadt nur zu einem guten Abschluss, am Ende übersteht der KEC die zwei Minuten ohne Gegentor.
1.: Der Puck läuft in der Lanxess-Arena.
19.15 Uhr: Die Starting Six der Kölner Haie: Hudacek – Müller, Austin – Wohlgemuth, Currie, Tuomie