Hätte ein Bewohner, in dessen Wohnung ein Feuer ausgebrochen war, eher gerettet werden können?
Nach Einsatz-Drama in KölnJetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Falschparker

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Weil die Drehleiter zunächst von einem Falschparker blockiert wurde, kam es am 25. März 2025 in Humboldt-Gremberg zu einem dramatischen Einsatz.
Dieser Fall sorgt für Wut und Fassungslosigkeit: Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Humboldt-Gremberg hat ein Falschparker den Feuerwehrwagen mit der Rettungsleiter blockiert.
Jetzt hat die Kölner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den Besitzer des 1er-BMW eingeleitet. Es gehe um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Körperverletzung, so Sprecher Ulrich Bremer am Mittwoch (2. April 2025) gegenüber EXPRESS.de.
Feuerwehr behindert: Hätte Kölner eher gerettet werden können?
„Es bestehen konkrete Anhaltspunkte, dass die Behinderung der Feuerwehrfahrzeuge und die damit eingetretene Verzögerung von mehreren Minuten ursächlich dafür gewesen sein kann, dass der Geschädigte nicht eher gerettet werden konnte und infolgedessen weitere schwere Verbrennungen erlitten hat“, so Bremer.
Der Geschädigte befindet sich laut des Sprechers der Staatsanwaltschaft nach wie vor in einem sehr kritischen Zustand. Ulrich Bremer: „Sollte er versterben, stünde der Tatvorwurf der fahrlässigen Tötung im Raum. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.“
Wie sieht es mit dem Parken in eurem Veedel aus? Gibt es dort auch viele Falschparker? Dann meldet euch bei uns!
Am Abend des 25. März hatten sich dramatische Szenen abgespielt. In einer Wohnung im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses auf der Wattstraße war ein Feuer ausgebrochen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, klammerte sich der schwer verletzte Bewohner bereits panisch außen ans Fenstersims.
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Jede Sekunde zählte. Doch die rettende Drehleiter kam wegen des Falschparkers nicht durch. Weil die Kräfte nicht länger warten konnten, bauten sie ein Sprungpolster unterhalb des Fensters auf. In diese ließ sich der Bewohner dann fallen. Er kam mit schweren Verbrennungen in die Spezialklinik nach Köln-Merheim.
Noch in der Nacht hatte ein Feuerwehrsprecher gegenüber EXPRESS.de von einem „dramatischen Einsatz“ aufgrund der Behinderung durch den Falschparker gesprochen.