Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert wird beim Champions-League-Finale zwischen PSG und Arsenal auf dem Platz stehen. FC-Fans dürften an den Unparteiischen nicht die besten Erinnerungen haben.
Sorgte bei FC-Spiel für Riesen-ÄrgerDeutscher Schiri pfeift Champions-League-Finale

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Schiedsrichter Daniel Siebert beim Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.
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Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert leitet das Finale der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal. Das teilte die Uefa am Montag (11. Mai) mit.
Der 42-Jährige war in der laufenden Champions-League-Saison bei neun Partien im Einsatz, darunter im Viertelfinal-Hinspiel zwischen Sporting Lissabon und Arsenal sowie beim Halbfinal-Rückspiel zwischen Arsenal und Atlético Madrid.
Siebert ahndete BVB-Handspiel bei FC-Duell nicht
Jetzt darf Siebert nach dem Halbfinal-Aus des letzten deutschen Vertreters FC Bayern auch das Endspiel am Samstag, 30. Mai, in Budapest pfeifen (18.00 Uhr/ZDF und DAZN).
Der Name Daniel Siebert dürfte vor allem bei vielen FC-Fans böse Erinnerungen wecken. In der laufenden Spielzeit kam es beim Spiel der Domstädter gegen Borussia Dortmund zu einer schweren Fehlentscheidung kurz vor Schluss.
In der vierten Minute der Nachspielzeit bekam BVB-Verteidiger Yan Couto beim Stand von 1:2 aus FC-Sicht eine Flanke an den ausgestreckten Arm. Ein Pfiff blieb jedoch aus und auch Videoschiedsrichter Benjamin Cortus schaltete sich in dieser Situation nicht ein.
Spieler, Trainer und Fans tobten – so auch Stadionsprecher Michael Trippel, der nach Abpfiff am Stadionmikrofon schimpfte: „Ich werde Ärger kriegen, aber ich sage es: In der Nachspielzeit gab es ein klares Handspiel eines Dortmunders und das guckt sich noch nicht mal einer an.“
Zuvor hatte er bereits nach der Roten Karte gegen Jahmai Simpson-Pusey über den VAR beschwert: „Pfui! Widerlich!“. Am Ende blieb es beim 2:1 für den BVB und Trippel kassierte für seine Aussage vom DFB eine Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro.
Im Anschluss an die Partie räumte der DFB gegenüber EXPRESS.de einen Fehler ein und gab zu, dass der VAR hätte eingreifen müssen. „Der Ball war für den Dortmunder aufgrund der großen Distanz erwartbar, zumal er seine Richtung nicht änderte. Zudem war Yan Coutos Arm vom Körper abgespreizt. Deshalb spricht aus unserer Sicht so deutlich mehr für eine Bewertung des Handspiels als strafbar, dass eine Intervention des VAR angebracht gewesen wäre“, hieß es deutlich.
Es bleibt nur zu hoffen, dass es beim großen Königsklassen-Endspiel nicht zu solchen Fehlentscheidungen kommt. Bislang haben erst vier deutsche Unparteiische ein Finale der Champions League geleitet: Hellmut Krug (1998), Markus Merk (2003), Herbert Fandel (2007) und zuletzt Felix Brych (2017).
An den Seitenlinien wird Siebert von seinen Assistenten Jan Seidel und Rafael Foltyn unterstützt. Vierter Offizieller ist der Schweizer Sandro Schärer. Als Video-Assistenten fungieren Bastian Dankert und Robert Schröder. (dpa/fr)
