Die geleakten Pandora Papers zeigen unter anderem, wie Kriminelle Geld am Fiskus vorbeischleusen. Auch ein Prominenter aus der Sportwelt ist unter den Beschuldigten.
Mutmaßliche Steuerflucht: Citys Guardiola unter VerdachtPep in Pandora-Papers aufgetaucht
Manchester. Löst sich da gerade das Saubermann-Image von Pep Guardiola (50) auf? Der Name des spanischen Erfolgscoach soll in den kürzlich geleakten Pandora-Papers aufgetaucht sein – es soll um eine Menge Geld gehen.
In den vergangenen Tagen dominierten die sogenannten Pandora Papers die internationalen Schlagzeilen. Dabei handelt es sich um ein Datenleck, das einen Einblick in die Welt der Schattenfinanzplätze erlaubt. Unter anderem geht es darin um kriminelle Machenschaften von den Superreichen dieser Erde, die mittels Briefkastenfirmen Steuern am Fiskus vorbeischleusen und andere krumme Geschäfte abwickeln.
Thema vor der Bundestagswahl: Geldwäsche
Geldwäsche wurde zum Beispiel auch im Vorhinein der Bundestagswahl heiß diskutiert: Allein dem deutschen Finanzamt sollen jedes Jahr 5,7 Milliarden Euro verloren gehen, weil bestimmte Firmen ihre üppigen Gewinne in ausländischen Steueroasen parken, schätzte das Ifo-Institut im Jahr 2020.
In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu derartigen Leaks, gedacht sei an die Paradise Papers. Weltweite Bekanntheit erlangte beispielsweise die Enthüllungsplattform WikiLeaks von Julian Assange (50).
Die Pandora Papers setzen sich aus 11,9 Millionen Dokumenten zusammen. Darunter Emails, pdf-Dateien, Excel-Tabellen und Fotos. Spuren führen in die Politik, aber auch in die Sportwelt.
Pep Guardiola und Gerard Piqués Frau in Pandora Papers aufgetaucht
So belasten einige Dokumente auch Pep Guardiola, den aktuellen Trainer vom englischen Spitzenverein Manchester City. Das berichten unter anderem die Zeitung „El Pais“ und der Sender „La Sexta“. Ebenfalls taucht der Name der kolumbianischen Sängerin Shakira (44) auf, die mit dem spanischen Barca-Verteidiger Gerard Piqué (34) verheiratet ist.
Die durch unbekannte Whistleblower veröffentlichten Dokumente sollen belegen, dass Guardiola zu seiner aktiven Zeit als Fußballprofi 500.000 Euro auf eine Bank in Andorra eingezahlt hat. Damals spielte Guardiola in Katar bei Al-Ahli. Auf eine Anfrage hin gab Guardiola an, seine Bank habe die Offshore-Firma ohne seine Kenntnis gegründet.
Guardiola trainierte nach seinem Karriereende den FC Barcelona, dann Bayern München und nun Manchester City. Mit jedem der Vereine holte Guardiola als Trainer drei nationale Meisterschaften, mit Barca sogar 2009 und 2011 die Champions League. (red)