von Adnan Akyüz (aa)
Nach Corona-ZwangspauseKölner Ringe: Club feiert nach sechs Monaten Comeback

Copyright: Alexander Roll
Kellnerin Laura bediente die Gäste an ihren Tischen in der Klapsmühle. Das ist Teil des Hygienekonzepts.
Köln – Es war eine lange Durststrecke für die „Klapsmühle“. Der beliebte Kölner Nachtclub auf den Ringen hatte seit 15. März 2020 wegen der Corona-Krise geschlossen. Am Freitagabend (11. September) kamen wieder die ersten Gäste an den Hohenzollernring. Doch mit Party war es nicht wie gewohnt. Die Klapsmühle ist notgedrungen zu einem Brauhaus geworden.
Geschäftsführer Nico Rosenthal (41) grinste über beide Ohren. Er war froh, dass der Laden endlich wieder geöffnet hat. „Es war nach einer sechsmonatigen Pause sehr anstrengend für uns alle, aber es war gut“, lautet sein erstes Fazit am nächsten Tag.

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Nico Rosenthal, Geschäftsführer der „Klapsmühle“ in Köln.
Am ersten Abend nach der Wiedereröffnung nach der Corona-Zwangspause für die Klapsmühle in Köln kamen laut des Geschäftsführers knapp 400 Gäste. Geöffnet war bis 5 Uhr morgens.
Klapsmühle Köln: Wiedereröffnung nach der Corona-Zwangspause
„Ich hätte nicht gedacht, dass die Gäste schon am ersten Tag so lang bleiben. Es waren viele Stammgäste da, die eine Reservierung hatten. Viele waren froh, endlich wieder in der Klapsmühle zu sein“, so Nico Rosenthal zum EXPRESS.

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Gute Stimmung bei der Gästen, die zur Wiedereröffnung der Klapsmühle gekommen waren.
Der beliebte Kölner Nachtclub durfte natürlich nur unter strengen Auflagen und mit einem von den Behörden abgesegneten Hygienekonzept öffnen. So mussten sich Gäste – wie in allen anderen Gastronomiebetrieben auch – etwa in eine Liste eintragen. Auch wurden die Gäste von einer Mitarbeiterin an ihre Plätze geführt. Bewirtet wurden die Besucher dann an ihren Plätzen. Also nix mit, mal eben drei Kölsch am Tresen bestellen.
Ordnungsamt kontrolliert Klapsmühle in Köln
So hat auch das Ordnungsamt mehrmals bei der Klapsmühle vorbeigeschaut, ob auch alle Regeln eingehalten werden. Laut Nico Rosenthal lief alles ohne Probleme.

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In der Klapsmühle war bei der Wiedereröffnung nach der Corona-Pause gute Stimmung.
So hatte etwa Kellnerin Laura alle Hände voll zu tun. „Weil wir nur mit einer Kapazität von maximal 450 Gästen öffnen durften, haben wir auch die Anzahl der Mitarbeiter runtergeschraubt. Bei der Wiedereröffnung haben wir aber gemerkt, dass das zu wenig ist, weil sich der Aufwand – auch wegen des Hygienekonzepts – erhöht hat. Ab jetzt werden wir die Mitarbeiteranzahl aufstocken“, erklärt der Geschäftsführer.

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In dem Club „Klapsmühle“ auf dem Hohenzollernring in Köln wurde erstmals seit dem 15. März wieder Gäste gelassen.
Wie seine Mitarbeiter ist auch Nico Rosenthal geschafft. Er sagt: „Nach sechs Monaten wieder das erste Mal eine Nacht durchmachen, haut rein. Wir werden jetzt aber alle besprechen, was wir besser machen können. Die Mitarbeiter freuen sich auch, dass es wieder weitergeht. Es ist ein gutes Gefühl wieder Geld zu verdienen, auch wenn es weniger ist als zuvor.“
Kölner Klapsmühle: 50-Cent-Party soll wieder stattfinden
Die Klapsmühle hat auch am Samstagabend (12. September) ab 20 Uhr geöffnet. Kommenden Mittwoch soll auch die beliebte 50-Cent-Party wieder nach langer Pause stattfinden.