Es war eines der größten Streitthemen Kölns in der jüngeren Vergangenheit. Nun ist eine Entscheidung um die Ost-West-Achse gefallen.
Entscheidung zur Ost-West-Achse gefallenEine Fraktion schon vor der Abstimmung im Kölner Rat raus
Die Entscheidung ist gefallen!
Nach der Ratssitzung am Donnerstag (3. April 2025) steht nun fest: Die Ost-West-Achse in Köln kommt. Wie „T-Online“ berichtet, gab es eine Mehrheit für das unterirdische Projekt.
Ost-West-Achse in Köln: Unterirdisches Mega-Projekt durchgewunken
49 Stimmen gab es für das Vorhaben, das auch von Oberbürgermeisterin Henriette Reker (68), unterstützt wurde. Dagegen waren in erster Linie die Grünen, die dem Bericht zufolge den Saal schon vor der Abstimmung geschlossen verließen. Insgesamt vier stimmberechtigte Personen fehlten bei der Sitzung.
Als den „dunkelsten Moment dieser Wahlperiode“ bezeichnete die Grünen-Fraktionsvorsitzende Christiane Martin (58) den Vorgang rund um die Abstimmung am Donnerstag.
Zuvor wurde bereits deutlich: Für das Tunnel-Projekt setzten sich insbesondere die Politikerinnen und Politiker von CDU, SPD und FDP ein.
Bereits im Dezember 2024 stand die Entscheidung eigentlich auf der Tagesordnung in der Ratssitzung. Damals gab es, wie nun auch bei der endgültigen Abstimmung knapp vier Monate später, Proteste vor dem Rathaus. Diesmal haben sich laut „T-Online“ rund 100 Demonstrierende vor Ort versammelt.
Durch das Abstimmungsergebnis ist nun der Weg frei für den 7,4 Kilometer langen Tunnel quer durch die Kölner Innenstadt. Ein maßgeblicher Eckpfeiler soll dabei die unterirdische Haltestelle am Heumarkt sein, die aktuell als eine der Vorzeige-Stationen der Stadt gilt.
Auch auf der Website der Stadt Köln wurden lange vor der Abstimmung am Donnerstag die Vor- und Nachteile der oberirdischen und der unterirdischen Variante dargestellt.
Ein Kritikpunkt, den auch die Grünen-Fraktion nun noch einmal in den Fokus stellte: Die Investitions- und Instandhaltungskosten beim Mega-Tunnel fallen höher aus, darüber hinaus müssen sich die Anwohnerinnen und Anwohner in Köln nun auf eine längere Bauzeit einstellen. (dth)