Deutschlands wohl berühmtester Pinguin ist tot. Die Brillenpinguin-Dame Sandy aus dem Allwetterzoo Münster musste im biblischen Alter von 25 Jahren eingeschläfert werden.
Drama um Sandy aus MünsterDeutschlands berühmtester Pinguin eingeschläfert
Münster. Sie war eine Grande Dame im Watschelgang, ein Publikumsliebling par excellence. Sie glänzte an der Seite von Harald Schmidt, Günter Jauch und sogar im „Tatort“: Deutschlands prominenteste Pinguin-Dame Sandy ist im Alter von 25 Jahren gestorben.
Kult-Pinguin Sandy aus Zoo in NRW litt an Arthrose, musste erlöst werden
Sie habe eingeschläfert werden müssen, gab der Allwetterzoo in Münster am Mittwoch, 8. September, bekannt. Kleiner Trost: In freier Wildbahn wäre Sandy vermutlich nur halb so alt geworden, sagte ein Sprecher. In den vergangenen Jahren litt Sandy vermehrt an Arthrose und konnte sich immer schlechter bewegen.
Pinguin Sandy wurde 2009 durch ihre besondere Beziehung zu ihrem Tierpfleger Peter Vollbracht bekannt und durch die ungewöhnliche Romanze zum Medienstar.
Die 50 Zentimeter große Sandy war danach zu Gast in der WDR-Sendung „Frag doch mal die Maus“, in den Talk-Shows von Harald Schmidt, Stefan Raab, Johannes B. Kerner und Günter Jauch. Sie fraß Eckhart von Hirschhausen aus der Hand, war beim ARD-Fernsehgottesdienst und bei „Pinguin, Löwe & Co“.
Toter Pinguin Sandy: Das sagt ihr Pfleger Peter
Tieftraurig ist natürlich Peter Vollbracht, der Sandy als Pfleger betreut hatte. „Mit Sandy ist nicht nur ein Tier, sondern ein ganz besonderer Part in meinem Leben gegangen. Die Befunde der Pathologie, die die Entscheidung von Tierpflegern und Ärzten eindeutig für das einzig richtige in diesem Fall belegen, helfen da leider auch nur bedingt. Ich bin mir sicher, nicht nur das Team des Allwetterzoo Münster wird Sandy vermissen, aber niemals vergessen“, sagte er in einem Facebook-Posting des Zoos.
Im Fernsehfilm „Zoogeflüster – Komm mir nicht ins Gehege!“ verkörperte Sandy den Pinguin „Schulze“. Sie hatte sogar einen Auftritt im Münster-Tatort - in der Folge „Schlangengrube“.
Im Herbst 2004 wählten die WDR-2-Hörer sie zum Lieblings-Zootier Nordrhein-Westfalens. In der Natur gelten Brillenpinguine als stark gefährdet durch Klimawandel, kommerzielle Fischerei und Meeresverschmutzung. (dpa)