„Das wäre ein 24-Stunden-Job“Als Nu*** beschimpft – Doppelpass-Gast rächt sich nach BVB-Analyse

Valentina Maceri scherzt im Doppelpass mit Stefan Effenberg.

Valentina Maceri (M.) war am 23. Februar 2025 im Sport1-Doppelpass zu Gast – und bekam im Netz viel Hass ab.

Wenn sie im Sport1-„Doppelpass“ auftritt, häufen sich im Netz die Hass-Kommentare. Nun hat Valentina Maceri verraten, was ihr Genugtuung gibt.

von Antje Rehse  (are)

Es sind erschreckende Nachrichten, die in den sozialen Netzwerken zu lesen waren. Am vergangenen Sonntag war Moderatorin Valentina Maceri (31) im Doppelpass zu Gast, auch die ehemalige Nationaltorhüterin Almuth Schult (34) war Teil der Runde.

Für einige Zuschauer offenbar zu viel. „Nix gegen Frauen, aber noch ein Jahr, dann sitzen dort nur noch Frauen und eine Frau König. Die können jedoch getrost beim Frauenfußball bleiben“, behauptete ein User bei X.

Nach Sahin-Kritik zerrissen: Maceri erfährt Genugtuung

Noch schlimmer: „Maceri wurde aus „Nu*** aus dem schweizerischen TV“ bezeichnet. Maceri arbeitet unter anderem auch für den Schweizer Sender „blue Sport“.

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Wie geht die ehemalige deutsche U-Nationalspielerin mit derartigen Anfeindungen um? „Freundinnen fragen mich, wieso ich die Menschen nicht anzeige, doch das wäre ein 24-Stunden-Job. Das macht keinen Sinn“, sagte Maceri nun gegenüber „20Minuten“.

Die deutsche Sportjournalistin mit italienischen Wurzeln weiter: „Der Hass wird mir immer ein Rätsel bleiben. Und es ist ja auch so, dass sie es dir persönlich niemals so sagen würden. Sie verstecken sich in der Anonymität der sozialen Medien und fühlen sich stark, wenn sie andere beleidigen.“

Als Frau in Fußball-Talkshows müsse man grundsätzlich immer mit Hass-Kommentaren rechnen, so Maceri. Sie glaubt, dass unter anderem ihr femininer Kleidungsstil, ihr selbstbewusstes Auftreten und ihre Kompetenz die Trolle triggern würden.

Doch Maceri lässt sich davon nicht beirren – und bekam kürzlich die Gelegenheit, sich zu rächen. Im vergangenen Herbst hatte sie im Doppelpass den damaligen BVB-Trainer Nuri Sahin kritisiert, dem eine gewisse Aura fehle.

„Ich wurde für meine Kritik zerrissen. Vier Monate später wurde er entlassen“, so die Moderatorin: „Ich habe den Ausschnitt dann noch einmal gepostet, um es den Internet-Trollen verständlich zu machen, dass ihre Beleidigungen sinnlos sind. Das ist für mich die größte Genugtuung.“

Hier einen Instagram-Post von Maceri ansehen:

Ohnehin sei es für die Unbelehrbaren die größte Strafe, wenn sie weiter von Sport1 eingeladen wird, so Maceri.

Und das dürfte durchaus schon bald wieder der Fall sein. „Für uns zählt bei der Gästeauswahl für den ‚Doppelpass‘ an erster Stelle das Fachwissen, eine klare Meinung und der Unterhaltungswert für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer“, sagte ein Sendersprecher: „Das bringen sowohl Almuth Schult als auch Valentina Maceri mit, wie sie auch am Sonntag wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben.“