Raum Köln/BonnErst Linientrennung, dann kommt es für Bahnfahrende richtig dicke

Eine Bahn der Linie 16.

Die Linie 16 muss ab dem 12. April 2025 getrennt werden. 

Bahn-Schock: Die DB kündigt eine Vollsperrung an. Auch auf der Strecke der Linien 16 und 63 muss gearbeitet werden. 

von Iris Klingelhöfer  (iri)

Mal wieder schlechte Nachrichten für Bahnreisende und -pendelnde.  Am Mittwoch (2. April 2025) hat die Deutsche Bahn angekündigt, dass sie Anfang Mai für mehr als zwei Wochen die Strecke Koblenz-Köln komplett dicht macht. 

Auch auf den KVB-Linien 16 und 63 wird es ungemütlich – und das schon ab dem 12. April. 

Bahnverkehr im Raum Köln/Bonn: Linientrennung und Vollsperrung

Wie man bereits an Aushängen an den Haltestellen entnehmen kann, müssen die beiden Linien vom 12. bis zum 28. April getrennt werden.  Und zwar zwischen den Halten Hersel und Bonner Hauptbahnhof in beide Richtungen. Dort werden Ersatzbusse eingesetzt.

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Hintergrund sind Oberleitungsarbeiten sowie weitere Tiefbauarbeiten, welche die Bonner Stadtwerke (SWB) durchführen. 

Für die DB hingegen beginnt Anfang Mai die heiße Phase, denn am 19. Mai wird das neue elektronische Stellwerk (ESTW) „Linker Rhein“ in Betrieb genommen. Ab dem 2. Mai geht das Projektteam daher in den Endspurt. Heißt: Alles wird noch mal gecheckt, abgebaut oder installiert, damit dann auch alles fluppt. 

Für die Kundinnen und Kunden heißt das allerdings: Für die wichtige Inbetriebsnahmephase wird die Strecke zwischen Koblenz und Köln von Freitag (2. Mai), 21 Uhr, bis Montag (19. Mai), 5 Uhr, vollgesperrt. Fern- und Nahverkehr sind davon heftig betroffen. 


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In der Zeit gilt es, die Technik auf Herz und Nieren zu prüfen, damit sie an das Bestandsnetz angeschlossen werden kann. Auch werden mehr als 100 Signale und weitere nicht mehr notwendigen Anlagen demontiert und restliche 15 neue Signale montiert. 

Vollsperrung Koblenz-Köln: Modernisierung zwingend erforderlich

„Diese Baustelle hat über einen Zeitraum von gut zwei Wochen massive Auswirkungen auf einen Großteil unserer Fahrgäste. Alle Beteiligten wissen, dass wir den Fahrgästen in dieser Zeit viel zumuten. Daher haben wir Vollgas gegeben, um einen umfassenden und guten Schienenersatzverkehr zu organisieren und um die Fahrgäste über alle möglichen Kanäle zu informieren“, erklärt Marcel Winter, Geschäftsführer von go.Rheinland.

Jens Schäfer, Leiter Ausbau Knoten Köln bei der DB InfraGO, sagt aber auch, dass die Modernisierung der Infrastruktur zwingend notwendig ist: „Nur mit robusten und zuverlässigen Anlagen werden wir es schaffen, noch mehr Menschen vom Verkehrsmittel Bahn zu überzeugen und so gemeinsam die Verkehrswende zu schaffen.“

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Während der mehr als zweiwöchigen Vollsperrung werden mehr als 100 Gelenkbusse im Schienenersatzverkehr eingesetzt. Zur Unterstützung der Zugreisenden werden an den ersten vier Tagen zusätzliche Servicekräfte in Kölner Hbf, Köln Messe/Deutz, Köln-Hansaring sowie Horrem, Bonn Hbf und Euskirchen eingesetzt. 

Etwa zwei Wochen vor Baubeginn werden die Fahrplanänderungen an den Bahnsteigen ausgehängt. Außerdem sind sie über die App „DB Bauarbeiten“, unter bauinfos.deutschebahn.com/nrw sowie unter zuginfo.nrw/bauarbeiten abrufbar.