Eine Trickdieb-Masche, bei der die Täterinnen und Täter Dienstleistungen über Internetinserate anbieten, hat in Köln zu einer Festnahme geführt.
Polizei greift zuKölnerin (31) fassungslos: Ihre neue Putzfrau hatte ganz andere Pläne

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In Köln wurde am Montag (1. Juli 2024) eine mutmaßliche Trickdiebin festgenommen. Hierbei handelt es sich um ein Symbolfoto, das am 8. Juni 2024 in Frankfurt am Main aufgenommen wurde.
Aufgrund eines aktuellen Falls warnt die Kölner Polizei vor einer dreisten Trickdieb-Masche. Opfer des aktuellen Tatgeschehens wurde eine 31-jährige Kölnerin aus Bocklemünd, die Ende Mai eine 53-jährige Frau als Haushaltshilfe zum Probearbeiten eingeladen hatte.
Sie war zuvor durch ein Onlineinserat auf die 53-Jährige aufmerksam geworden. Nach dem Probearbeiten stellte die 31-Jährige dann jedoch schockiert fest, dass hochwertiger Schmuck aus ihrem Haus gestohlen wurde.
Dreiste Trickdieb-Masche in Köln: Polizei gibt wichtige Tipps
Von der Putzhilfe hörte sie danach (natürlich) nichts mehr. Doch die Trickdiebin hat in den darauffolgenden Wochen einen entscheidenden Fehler begangen: Und zwar schaute sie sich offenbar nach weiteren Opfern um, inserierte ihr Jobangebot erneut im Internet, allerdings auf einem anderen Portal.
Doch die 31-jährige Frau, die wenige Wochen zuvor von ihr bestohlen wurde, erkannte sie und meldete sich bei der Polizei. Zivilpolizisten vereinbarten daraufhin ein Schein-Probearbeiten mit der Trickdiebin und nahmen sie am Montag (1. Juli 2024) letztendlich fest.
Ihr werden drei weitere Taten des Diebstahls in Köln zugeordnet, weitere mögliche Beteiligungen an ähnlichen Taten in anderen Städten in NRW sind derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Die Kölner Polizei hat in dem Zusammenhang erklärt, wie die dreisten Trickdiebinnen und Trickdiebe in diesen Fällen vorgehen. „Auf Dienstleistungs-Websites wird regelmäßig Haushaltshilfe angeboten. Während einer vereinbarten Probearbeit greifen die angeblichen Putzhilfen zu, stecken Schmuck und Bargeld ein. Unter dem Vorwand, sie hätten einen Notfall im privaten Umfeld oder mit einer ähnlichen Ausrede, verlassen die Betrüger dann fluchtartig die Wohnungen oder Häuser.“
Erst später falle den Betroffenen der Verlust der Wertgegenstände auf. In der Folge verändern die Täterinnen und Täter dann ihre Onlineinserate, beispielsweise durch neue Telefonnummern oder Profilbilder.
Die Polizei erklärt, wie man der dreisten Masche vorbeugen kann: „Seien Sie skeptisch bei fremden Personen, die Ihnen Dienstleistungen o.ä. anbieten oder sonstige Versprechungen machen. Lassen Sie sich immer einen Ausweis zeigen. Zögern Sie nicht, im Zweifelsfall die Polizei zu rufen.“