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Historische Pleite im Playoff-HalbfinaleHaie böse vermöbelt – auch drastische Maßnahme von KEC-Coach fruchtet nicht

Die Kölner Haie stehen erstmals seit 2019 im Halbfinale der DEL-Playoffs. Am Mittwochabend stand das erste Spiel der Serie in Ingolstadt an, die Haie wurden beim 0:7 böse vermöbelt.

von Uwe Bödeker  (ubo)

Es war angerichtet für den nächsten großen Eishockey-Kampf! Die Kölner Haie mussten zum Start der Halbfinalserie am Mittwochabend (2. April 2025) beim ERC Ingolstadt antreten. Eine schwierige Aufgabe für den KEC, das war vorher klar – die Panther haben die Hauptrunde als bestes Team abgeschlossen. Doch dass es so eine Klatsche gab, hatte keiner erwartet. 7:0 gewannen die Ingolstädter. 

Die Gastgeber schrieben Geschichte, das war der höchste Sieg in allen DEL-Halbfinals bisher! Die Haie böse vermöbelt!

ERC Ingolstadt - Kölner Haie 7:0

Die Kölner waren von Beginn an unterlegen, bereits nach vier Minuten führten die Gastgeber durch Wayne Simpson. Die Haie kamen dann regelrecht unter die Räder. Das 0:2 fiel in der fünften Minute durch Daniel Schmölz.

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Die KEC-Spieler wirkten nicht hellwach, hatten große Probleme mit dem schnellen Spiel der Panther. Nach einem weiteren Angriff konnte Köln sich bei Goalie Hudacek bedanken, dass es nicht erneut gerappelt hatte.

Adam Almquist hatte nach 13 Minuten die beste Haie-Chance auf den Anschlusstreffer. Doch die Kölner konnten aus ihrer guten Phase keinen Ertrag erzielen. Nur wenig später rappelte es dann erneut: Daniel Pietta schockte den KEC mit dem 0:3. Das ging erneut zu einfach.

Nach 15 Minuten drei Treffer für Ingolstadt bei 10:4-Torschüssen – die Haie erlebten hier ein brutales erstes Drittel. Kurz vor der Sirene hieß es sogar 0:4. Stachowiak konnte nach 19 Minuten auch noch einnetzen. Das Aufbauspiel der Haie war eine Katastrophe, zu viele Fehler. Und die Defensive fand kaum statt.

Kölns Gregor MacLeod sagte in der ersten Pause bei MagentaSport beeindruckt: „Die Ingolstädter sind bereit zu spielen. Das ist Hockey, jetzt müssen wir zurückkommen, jetzt müssen wir hart spielen und besser verteidigen.“

Haie-Trainer Kari Jalonen versuchte mit einer drastischen Maßnahme ein Zeichen zu setzen: Hudacek wurde aus dem Kasten genommen, Tobias Ancicka hütete ab dem zweiten Drittel das KEC-Tor. In der Viertelfinalserie war Julius Hudacek mit einer Fangquote von 94 Prozent noch der Haie-Held, jetzt wurde er nach nur 20 Minuten ersetzt. Aber auch Ancicka gab keine Sicherheit: Beim 0:5 rutschte ihm die Scheibe durch, Torschütze war Alex Breton.

Die Haie übernahmen dann ein wenig die Kontrolle, kamen zu guten Abschlüssen, doch Schütz und Co. scheiterten an Goalie Heljanko. Kölns Justin Schütz sagte bei MagentaSport angefressen: „Von Ingolstadt fällt alles rein. Bei uns geht gerade gar nichts, das ist nicht gut genug fürs Halbfinale.“

Im zweiten Drittel hatten die Kölner etwas mehr Spielanteile, haben versucht, vorne etwas zu bewegen, doch Ingolstadt blieb klar besser. Pietta sagte bei MagentaSport: „Unabhängig vom Resultat haben wir sehr gute 40 Minuten gespielt, sehr dominant und kontrolliert. Aber vom Gas gehen ist in den Playoffs immer schwierig, das kann sich auch schnell drehen.“

Im Schlussabschnitt ließen die Ingolstädter dann auch nicht nach, im Gegenteil: 0:6 durch Keating! Kölns Moritz Müller musste dann mit einer Zehn-Minuten-Strafe auch noch vorzeitig vom Eis nach einem Gerangel mit Ruopp. Riley Sheen traf sogar noch zum 0:7 (59.).

Kölns Maxi Kammerer richtete den Blick gleich nach vorne: „Ingolstadt war in allen Belangen besser. Aber das Schöne in den Playoffs ist, dass das auch nur ein 1:0 bedeutet. Jetzt werden wir uns regenerieren und dann geht es weiter. Am Freitag muss alles besser werden. Wir haben schon oft gezeigt, dass wir zurückkommen können, deshalb sind wir hier.“

Haie-Co-Trainer Manuel Kofler versprach: „Am Freitag werden wir ein anderes Gesicht zeigen.“ Um 19.30 Uhr steht dann Spiel 2 der Serie in der Lanxess-Arena an.