Der 1. FC Köln hat mit Ach und Krach den Klassenerhalt geschafft. Ein scheidender Spieler kündigt jetzt an, dass im Sommer einiges passieren wird.
Weiß er mehr?FC-Profi kündigt heißen Sommer an: „Wird sehr viel passieren“
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Es war die Abschiedsvorstellung aus seinem langjährigen Wohnzimmer. Florian Kainz (33) hat am Sonntag (10. Mai 2026) sein allerletztes Heimspiel für den 1. FC Köln bestritten.
„Sportlich war es natürlich enttäuschend, danach war es aber sehr emotional“, sagte Kölns langjährige Nummer 11 über ihren Abschied nach dem 1:3 gegen Heidenheim. Nach siebeneinhalb Jahren FC mit vielen Höhen und Tiefen sagt der Österreicher dann nach dem Spiel beim FC Bayern München (16. Mai) endgültig: „Servus, Profi-Fußball“.
Florian Kainz sieht Köln generell auf einem guten Weg
Der Mittelfeldspieler, der den Verein in den vergangenen Jahren mitgeprägt hat, wird zurück in die Heimat gehen. „Wir gehen nach Graz zurück. Was ich beruflich mache, weiß ich bisher nicht. Ich muss mich erst einmal sortieren“, sagte er nach dem Heim-Abschied in Müngersdorf.
Bereits im März hatte „Kainzi“ die weitreichende Entscheidung getroffen, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Damals hatte er noch ein großes Ziel, das er nun erreicht hat. Jetzt kann er guten Gewissens aufhören. „Es war mir sehr wichtig, mich mit dem Klassenerhalt zu verabschieden. Ich beende meine Karriere als Nichtabsteiger. Das ist ein gutes Gefühl“, lachte der Österreicher.
Er hat seit 2019 insgesamt 205 Spiele für Köln bestritten und einiges erlebt. Was muss denn passieren, damit der FC kein Fahrstuhlklub mehr ist? Der ehemalige Kapitän erwartet im Sommer den nächsten großen Kader-Umbruch. Weiß Kainz mehr? „Es wird in der Sommer-Transferperiode sehr viel passieren“, prophezeit Kainz.
Bislang gingen viele Fans und Experten davon aus, dass der Kader nur punktuell verstärkt werden muss. Für die Abwehr sollen die Leihspieler Cenk Özkacar und Jahmai Simpson-Pusey fest verpflichtet werden. Die Leihspieler Julian Pauli und Elias Bakatukanda kehren erst einmal zurück. Ganz oben auf der Wunschliste stehen ein kreativer Mittelfeldspieler, ein Stürmer und ein Linksverteidiger.
Zudem gibt es inige große Fragezeichen: Eric Martel hat sich noch nicht entschieden, wie es weitergeht, und Jakub Kaminski (feste Ablöse 20 Millionen Euro) und Said El Mala könnten den Verein bei entsprechenden Vorstößen anderer Klubs verlassen. Auch Luca Waldschmidt und Denis Huseinbasic könnten trotz laufender Verträge den Verein noch verlassen.
Generell sieht Kainz den FC auf einem guten Weg, wenn jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen werden: „Wir haben ein positives Momentum, frühzeitig den Klassenerhalt als Aufsteiger fixiert. Da kann man viele positive Sachen rausziehen. Von daher ist der Verein auf einem sehr guten Weg.“
Die Frage ist nur, ob mit oder ohne Trainer René Wagner. Kainz kennt den FC-Trainer bereits seit Jahren, arbeitete damals schon zu Baumgart-Zeiten mit Wagner zusammen. Auch wenn er nicht mehr davon betroffen ist, hielt er ein Plädoyer für den 37‑Jährigen.
Kainz sagt: „Ich habe viel mit ihm erlebt. Er hat ein enormes taktisches Wissen und einen guten Zugang zur Mannschaft. Er erreicht mit seiner Art die Spieler.“ Also eine klare Empfehlung für eine Weiterbeschäftigung? „Das müssen andere entscheiden“, sagte Kainz mit einem vielsagenden Grinsen.

