Vor Duell mit dem HSVZweitligist warnt vor Ticket-Schwarzmarkt – Strafe dreimal höher als beim FC

Der Einlass-Bereich am Rhein-Energie-Stadion vor dem Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC am 20. September 2020.

Der Einlass-Bereich am Rhein-Energie-Stadion vor dem Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC am 20. September 2020.

Der Ticket-Schwarzmarkt ist für viele Vereine ein großes Problem. Ein Verein aus der 2. Bundesliga hat seine Fans vor dem Spiel gegen den Hamburger SV ausdrücklich vor dem Kauf gewarnt.

von Sebastian Bucco  (buc)

Die 2. Bundesliga ist eine der attraktivsten Ligen der Welt – zumindest, wenn man einen Blick auf die Zuschauer-Zahlen wirft. Jedes Wochenende strömen hunderttausende Fans in die Stadien in Hamburg, Köln oder Berlin.

Mit durchschnittlich 30.053 Zuschauerinnen und Zuschauern liegt das deutsche Unterhaus sogar über dem Schnitt europäischer Top-Ligen wie Frankreich (27.269) und nur knapp hinter Italien (30.388) oder Spanien (30.210).

2. Bundesliga: SC Paderborn warnt seine Fans vor Ticket-Schwarzmarkt

Die hohe Nachfrage sorgt allerdings auch dafür, dass sich Menschen am Weiterverkauf der Karten bereichern möchten. Deswegen hat jetzt Zweitligist Paderborn vor dem ausverkauften Heimspiel gegen den Hamburger SV am Sonntag (2. März 2025) eindringlich vor dem Ticketkauf auf dem Schwarzmarkt gewarnt.

Alles zum Thema 2. Fußball-Bundesliga

Auf seiner Website schreibt der Verein aus Ostwestfalen: „Ausdrücklich warnt der SCP07 vor dem Kauf von Eintrittskarten auf dem Schwarzmarkt und auf ebay, Viagogo oder ähnlichen Internet-Plattformen, da dieser Verkauf unzulässig ist und gegen die geltenden ATGB verstößt. Fans laufen somit Gefahr, Fälschungen und stornierte Tickets zu erwerben.“

Auf Plattformen wie „Viagogo“ werden Eintrittskarten teilweise für den doppelt oder dreifachen Preis angeboten. Manche Fans sehen das Angebot besonders bei ausverkauften Spielen als einzige Möglichkeit, noch an Tickets zu kommen.

Den Händlern droht laut dem SC Paderborn eine saftige Strafe: „Ertappten Schwarzhändlern drohen eine Ticketsperre und eine Vertragsstrafe in Höhe von bis zu 7.500 Euro.“

2. Bundesliga: Hohe Vertragsstrafe droht auch beim 1. FC Köln

Beim 1. FC Köln gibt es ähnliche vertragliche Regelungen in den AGB. Die Karten dürfen beispielsweise nicht für mehr als 15 Prozent über dem originalen Preis verkauft werden. Auch eine wissentliche Weitergabe an Fans der Gastmannschaft ist nicht gestattet.

Verstößt man gegen diese Richtlinien, droht eine Ticket-Sperre von bis zu fünf Jahren – zusätzlich kann es eine Geldstrafe bis maximal 2.500 Euro geben.

Die Vereine der 2. Bundesliga gehen also mit voller Härte gegen die Schwarzmarkt-Händler vor. Das wohl größte Problem bleibt dabei aber, diese auch zu erwischen. Auch deswegen ist es für die Klubs wichtig, dass verdächtige Ticketangebote immer an den Verein gemeldet werden.