Schock beim FC BayernJamal Musiala schwer verletzt: Erste Diagnose schlimmer als befürchtet

Wie schwer hat sich Jamal Musiala verletzt? Nach einer MRT-Untersuchung herrscht beim FC Bayern München am Samstag offenbar Gewissheit über die Diagnose.

von Béla Csányi  (bc)

Humpelnd verließ Jamal Musiala die Augsburger Arena. Der nächste heftige Verletzungsschlag trübte beim FC Bayern München am Freitag (4. April 2025) empfindlich die Freude über den Statement-Sieg im Titelkampf der Fußball-Bundesliga.

Am Samstag gab es dann die ersten Erkenntnisse über die Verletzung des Offensiv-Stars. Und die waren laut „Bild“ ein echter Schock an der Säbener Straße. Demnach handelt es sich um eine strukturelle Verletzung im linken, hinteren Oberschenkel. Die Rückkehr nach dem offenbar erlittenen Muskelbündelriss würde etwa sechs Wochen in Anspruch nehmen. Sky berichtet gar von bis zu acht Wochen im Wartestand.

Jamal Musiala musste in Augsburg vom Platz

„Brutal bitter“, sagte Kapitän Joshua Kimmich, „es ist hart für Jamal, es war eine harte Woche“, sekundierte Torgarant Harry Kane angesichts des vierten prominenten Ausfalls binnen zehn Tagen.

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Zu diesem Zeitpunkt wussten allerdings weder der verletzte Nationalspieler noch die Kollegen, wie schlimm es Musiala wirklich erwischt hatte. Die Hoffnungen auf einen Einsatz im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Inter Mailand am Dienstag (8. April) waren da aber schon extrem gering ausgefallen. Zu angeschlagen wirkte Musiala beim beschwerlichen Humpeln vom Platz.

Ein Muskelfaserriss, auch das in der aktuellen Phase der Saison ein schwer zu verschmerzender Nackenschlag, hätte rund drei Wochen Genesung in Anspruch genommen. Dass die Ausfallzeit jetzt doppelt so lang ausfallen dürfte, trifft den Bayern auf seinen Titel-Missionen in Bundesliga und Champions League ins Mark.

In Augsburg hatte Musiala seinen womöglich schon letzten Dienst in dieser Saison verrichtet, die Bayern mit dem Ausgleichstor beim FC Augsburg zurück ins Spiel gebracht. Am Ende siegten die Münchner mit 3:1 beim FCA, setzten das nächste Ausrufezeichen im Kampf um die Meisterschaft.

„Wir wissen“, sagte Sport-Vorstand Max Eberl schon am Freitag in weiser Voraussicht, „dass wir auch ohne Jamal gewinnen können. Klar hast du ihn lieber auf dem Platz, aber wenn es nicht so ist, dann sind andere da.“ Genau dieser Fall tritt jetzt für womöglich alle verbleibenden Saisonspiele ein.