Eine Israel-Fahne an einer Hausfassade in Köln-Ehrenfeld sorgt für Ärger. Jetzt wurde sie umgehängt.
Krieg in IsraelFahne an Kölner Hausfassade sorgt für Ärger – Hausverwaltung irritiert mit Ansage

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Lynn Busch und Hannes Kleinknecht hatten die Fahne außen am Gebäude angebracht. Das Foto wurde am 30. Oktober 2023 aufgenommen.
Lynn Busch und Hannes Kleinknecht aus Köln-Ehrenfeld wollten sich solidarisch zeigen und hängte eine Israel-Fahne von außen an das Gebäude.
Und damit ging der Ärger los. Es dauerte nicht lange und sie wurden von ihrer Hausverwaltung aufgefordert, die Fahne zu entfernen.
Köln-Ehrenfeld: Israel-Fahne aus Solidarität aufgehängt
Die Begründung der Hausverwaltung sorgte bei den beiden für Irritation: Die Israel-Fahne würde das äußere Erscheinungsbild des Hauses verändern. Die Hausverwaltung drückte zudem die Sorge aus, dass möglicher Vandalismus das Gebäude beschädigen könne, wenn jemand nicht mit der Darstellung der Flagge einverstanden sei, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Das Paar hängte die Flagge als Zeichen der Solidarität nach einem Angriff der Terrororganisation Hamas auf, bei dem mindestens 1400 Israelis getötet und mehr als 200 entführt wurden. Dies taten sie auch vor dem Hintergrund, dass einige ihrer israelischen und jüdischen Freunde und Freundinnen sich seit den Angriffen nicht mehr trauen, sich öffentlich als Juden oder Jüdinnen zu identifizieren.

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Das Paar aus Köln-Ehrenfeld hat die Israel-Fahne inzwischen von außen nach innen ans Fenster gehängt.
Um der Hausverwaltung entgegenzukommen, entschieden sich Busch und Kleinknecht, die Flagge von der Hausfassade abzuhängen und stattdessen innen aufzuhängen. In einer E-Mail äußerten sie ihre Bedenken und Verwirrung bezüglich der Mitteilung der Hausverwaltung.
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Eine Vertreterin der Hausverwaltung erklärte gegenüber dem KStA, dass der Eigentümer des Gebäudes den Wunsch geäußert habe, dass das Gebäude insgesamt einen einheitlichen Eindruck macht. Sie betonte jedoch, dass eine Israel-Flagge im Fenster „völlig in Ordnung“ sei.
Dazu Hans-Jörg Depel vom Kölner Mieterverein: Solidaritätsbekundungen, einschließlich Flaggen, dürfen in der Regel von Mietern und Mieterinnen an Fassaden aufgehängt werden, solange sie nicht zu groß sind oder die Fassade beschädigen. (red)
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