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„Plötzlich brannten uns die Lungen“Pfefferspray-Attacke im Kölner Kebapland – neue Infos

Ein Polizeifahrzeug hält vor einem Imbiss, vor dem die Leute Schlange stehen.

Ein Polizeiwagen steht am Donnerstagabend (27. März 2025) vor dem Kebapland in Köln-Ehrenfeld.

In Köln-Ehrenfeld hat ein Mann Pfefferspray in ein volles Lokal gesprüht. Jetzt gibt es neue Infos von der Polizei. 

von Ayhan Demirci  (ade)

Polizeieinsatz am Kebapland in Köln-Ehrenfeld: Nach einer Pfeffersprayattacke im beliebten Imbiss am Donnerstagabend (27. März 2025) hat die Polizei den mutmaßlichen Täter, der zunächst geflüchtet war, festnehmen können.

Wie eine Polizeisprecherin am Freitag (28. März) auf EXPRESS.de-Nachfrage erklärte, handelt es sich um einen 23-Jährigen aus Remscheid. Er sei alkoholisiert gewesen, zudem sei ein Drogentest bei dem Tatverdächtigen positiv ausgefallen. Insgesamt seien sechs Personen leicht verletzt worden. 

Pfefferspray-Attacke im Kölner Kebapland

Volle Hütte, lange Schlange: Es war wie immer am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr im Kebapland. Doch plötzlich: Hektik im Laden, brennende Atemwege und Augen, ein Mann rennt davon – er hat Pfefferspray in den vollbesetzten Raum gesprüht. Alle Gäste und auch das Personal müssen raus.

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Der flüchtige Täter wird von einem Angestellten, der zur Tatzeit den Grill bediente, verfolgt. Der Flüchtige stolpert und wird ergriffen – dann folgt die Festnahme durch die Polizei, die alarmiert worden war und mit sechs Beamten am Tatort eintraf. Das Polizeirevier befindet sich direkt gegenüber des Lokals. 

Die Hintergründe des Vorfalls sind auch am Freitag noch unklar. Vor der Pfefferspray-Attacke soll es zu einem Streit gekommen sein. Warum es dabei ging, ist bislang unbekannt. 


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Laut einer vor Ort gemachten Aussage soll es in der Schlange hinter dem Eingangsbereich zu einem Geschiebe und einem kleinen Tumult gekommen sein, plötzlich soll der spätere Festgenommene eine Pfeffersprayflasche hervorgeholt und das Gas versprüht haben. Trotz der ganzen Aufregung: Der Vorfall verlief glimpflich, auch der Betrieb im Laden konnte später weitergehen.

Kölner Kebapland: Angestellter berichtet von „brennenden Lungen“

Ein Angestellter des Kebapland, Ozan (36), schilderte gegenüber EXPRESS.de, wie er mit dem Team die Situation erlebt hat: „Plötzlich brannten uns die Lungen und der Hals, die Kunden flüchteten nach draußen. Ich bin aus dem Hintereingang rausgegangen und hab dort den Täter erkennen können, wie er wegrennt. Ich bin ihm hinterhergerannt.“

Nachdem zwei weitere Personen dem Mann den Weg versperrt hatten, ergriff Ozan den Flüchtigen auf der nahegelegenen Heliosstraße.

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Als er ihn gefragt habe, warum er das Pfefferspray versprüht habe, habe der Mann, der Deutsch mit Akzent sprach, angefangen zu weinen. „Er sagte: ‚Ich habe nichts gemacht, die haben mich geschlagen‘. Aber so eine Situation gab es meines Wissens nicht. Da war noch eine zweite Person, die zu dem Mann gehörte, die konnte aber flüchten.“

Aufnahmen der Überwachungskameras im Kebapland könnten helfen, das Geschehen aufzuklären. Der Festgenommene wurde in einem Polizeibus ins Polizeigewahrsam gebracht. Gegen den 23-Jährigen wird jetzt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Die Pfefferspraydose wurde sichergestellt.