Bei einem dramatischen Unfall ist ein Autofahrer (31) erst Stunden später gefunden worden. Der 31-Jährige hatte sich mit seinem Wagen überschlagen, war schwer verletzt.
Unfall-Drama in NRWMann (31) lag stundenlang schwer verletzt neben seinem Auto

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Einsatzkräfte kümmern sich um den Fahrer, der vor seinem Auto liegt. Der Mann war in der Nacht zu Sonntag (5. Juni 2022) auf der L218 bei Nideggen-Schmidt von der Fahrbahn abgekommen und einen Wiesenhang runtergeschleudert.
Ein tragischer Unfall beschäftigt die Polizei Düren. Zwei Radfahrer haben an der kurvenreichen L 218 einen weit neben der Straße auf dem Dach liegenden Pkw entdeckt. Daneben ein schwer verletzter Mann.
Wie die Polizei am Montag (6. Juni 2022) berichtet, war der Autofahrer bereits in der Nacht zu Sonntag verunglückt und Sonntagmorgen erst nach etlichen Stunden abseits der Fahrbahn gefunden worden.
Polizei Düren: Einsatzkräften bot sich ein dramatisches Bild
Der Mann verdankt den beiden Radler möglicherweise sein Leben. Diese waren, so die Polizei, „glücklicherweise sehr aufmerksam unterwegs“. Die Radfahrer alarmierten um 9.30 Uhr Polizei und Rettungsdienst und leisteten für den unter starken Schmerzen leidenden Verletzten auch noch die Erstversorgung.
Den hinzukommenden Einsatzkräften bot sich ein dramatisches Bild. Der Pkw war offenbar über eine Böschungsvertiefung geschleudert, mit einem Zaunpfahl kollidiert und hatte dann einen steilen Wiesenhang durchpflügt. Dabei hatte es sich überschlagen, möglicherweise mehrfach. Erst nach rund 150 Metern war der Wagen auf dem Dach zum Liegen gekommen.
Schwerer Unfall auf kurvenreicher L218 bei Nideggen-Schmidt
Aufgrund der Spurenlage war der Pkw zunächst auf der abschüssigen Serpentinenstrecke von Nideggen-Schmidt nach Hürtgenwald-Vossenack unterwegs gewesen. Die kurvenreiche L 218 ist auch als „Panoramastraße“ bekannt. „Im Verlauf einer scharfen Rechtskurve, noch vor dem Scheitelpunkt, war der Wagen dann aufgrund bislang noch ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen. Leitplanken gibt es dort nicht“, erklärte ein Polizeisprecher.

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Tiefe Spuren hat das Auto hinterlassen, bevor es sich am Wiesenhang überschlug und nach rund 150 Meter auf dem Dach zum Liegen kam.
Aufgrund des abfallenden Geländes und hohen Bewuchses sei das havarierte Auto für vorbei fahrende Verkehrsteilnehmer im Prinzip nicht zu erkennen gewesen.
Polizei Düren: Unfallfahrer (31) konnte noch nicht vernommen werden
Der erheblich verletzte Fahrer, bei dem es sich laut Polizei um einen 31-Jährigen mit Wohnsitz in der Gemeinde Nörvenich handelt, konnte aufgrund der Schwere seiner Verletzungen noch nicht zum Unfallhergang befragt werden. Nach einer notärztlichen Erstversorgung wurde er von einem Rettungshubschrauber von der Unfallstelle ins Krankenhaus geflogen, wo er später auch operiert werden musste.
Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen gaben Anwohner eines in der Nähe befindlichen Wohnhauses an, dass sie am Vorabend gegen 23 Uhr Geräusche wahrgenommen hätten. „Bei einer Nachschau hatte man aber in der Dunkelheit das völlig außer Sicht liegende Unfallauto nicht wahrnehmen können“, so der Polizeisprecher. Insofern gehe die Polizei derzeit davon aus, dass sich der Unfall gut zehn Stunden vor seiner Entdeckung abgespielt haben könnte.
Zur Bergung des total beschädigten Fahrzeugs musste ein Traktor eingesetzt werden. Die Ermittlungen zum Unfallgeschehen dauern an. Hinweise von möglichen Zeugen nimmt die Leitstelle unter 02421 949-0 entgegen. (iri)