Detlev Steves offen über schwere Kindheit„Mein Vater hatte ein unfassbares Gewaltpotenzial“

Im RTL-Format „Am Lagerfeuer mit Martin Rütter“ spricht Detlev Steves offen über seine Kindheit mit einem gewalttätigen Vater. (Bild: RTL / Mina TV)

Im RTL-Format „Am Lagerfeuer mit Martin Rütter“ spricht Detlev Steves offen über seine Kindheit mit einem gewalttätigen Vater. 

Er sei „supergeil aufgewachsen“, sagt Detlev Steves - zumindest ab seinem 14. Lebensjahr. Wie der TV-Star im RTL-Format „Am Lagerfeuer mit Martin Rütter“ offenbart, sei er zuvor regelmäßig von seinem alkoholkranken Vater verprügelt worden.

Detlev Steves „wollte nie Kinder haben“. Im neuen RTL-Talkformat „Am Lagerfeuer mit Martin Rütter“ erklärt er: „Ich habe Angst vor Verantwortung. Ich traue mir nicht zu, ein guter Vater zu sein.“ Die Entscheidung, kinderlos zu bleiben, hänge auch mit der eigenen Kindheit des 56-Jährigen zusammen: Steves' eigener Vater sei „ein brutaler Trinker“ gewesen.

„Er hat mich vermöbelt, um mich abzuhärten fürs Leben“, erinnert sich der TV-Star (“Hot oder Schrott - Die Allestester“). „Der war auch in der Psychiatrie deswegen, weil er einen fast totgeschlagen hätte. Mein Vater hatte ein unfassbares Gewaltpotenzial.“ Nichtsdestotrotz habe Steves seinem Vater die Angriffe „nie krumm genommen“: „Wenn ich Alkohol trinke, werde ich auch aggressiv. Das ist einer der Gründe von vielen, warum ich keinen Alkohol trinke.“

„Ich kann ihm nicht böse sein, er wusste es nicht besser“

Als Steves 14 Jahre alt gewesen sei, habe er sich gegen seinen Vater gewehrt und ihm dabei eine Rippe gebrochen. „Und dann habe ich zu ihm gesagt: 'Willst du uns wirklich verlieren? Ist das Zeug wichtiger?'“

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Nach diesem Gespräch habe sein Vater „nie mehr, sein ganzes Leben lang, auch nur einen Tropfen Alkohol getrunken“. Danach sei das Verhältnis zwischen Vater und Sohn „fantastisch“ geworden: „Das war mein bester Freund, das war ein Ratgeber, der war ein so unfassbar herzlicher Mensch.“ Unter Tränen erklärt Steves: „Ich kann ihm nicht böse sein, er wusste es nicht besser.“

Rückblickend sagt der „Ab ins Beet!“-Star: „Mein ganzes Leben war ein Auf und Ab. Ich bin supergeil aufgewachsen. Ich hatte fantastische Eltern.“ Sein zwischenzeitlich verstorbener Vater sei „einer der tollsten Menschen“ gewesen, die Steves in seinem Leben begleitet hätten. (tsch)