Max Finkgräfe sucht seine letzte Chance beim 1. FC Köln. Im Training zeigt er sich besonders fleißig.
Keine Perspektive in Köln?FC-Profi schiebt Extraschichten – trotzdem deutet alles auf Abschied hin
Lange verletzt, dann frustriert – Max Finkgräfe (20) kommt in dieser Zweitligasaison auf magere sieben Spiele. Bei zehn Partien stand hinterher in den Statistiken: „Ohne Einsatz im Kader“!
Seit Dezember 2023 war der Youngster quasi Stammspieler in der 1. Liga, in der 2. Liga hatte er sich entsprechend viel ausgerechnet, doch ein Innenbandanriss bremste ihn in der Vorbereitung aus. Leart Pacarada (30) nutzte die Chance und hat nun die Nase vorne.
Max Finkgräfe kommt beim 1. FC Köln kaum zum Einsatz
Bei Finkgräfe ist der Frust groß – doch das FC-Eigengewächs kanalisiert das ordentlich. Anstatt sich hängenzulassen, ist Finkgräfe seit einigen Tagen meist schon vor allen anderen auf dem Trainingsplatz und auch danach noch länger aktiv. Auch am Mittwoch (26. Februar 2025) legte Finkgräfe noch eine Extraschicht ein, während die Kollegen längst wieder in der Kabine waren.
Der Verteidiger arbeitete in einer Ecke auf Platz 1 an seiner Ballbehandlung, spielte gegen ein Gumminetz. Motto: Von nichts kommt nichts! Finkgräfe sucht seine letzte Chance beim FC. Ob Trainer Gerhard Struber (48) den Einsatz des 20-jährigen zur Kenntnis nimmt und mit Spielzeit belohnt?
Zuletzt schmorte Finkgräfe beim Derby gegen Fortuna Düsseldorf für 90 Minuten auf der Bank. Über 90 Minuten hat er in dieser Saison noch keine Partie absolvieren dürfen. Das hat zur Folge, dass Finkgräfe schon bald den FC verlassen könnte, weil er einfach keine Perspektive am Geißbockheim sieht. Er hat noch einen Vertrag bis 2026, sein Marktwert wird auf vier Millionen Euro taxiert. Im Spiel beim Karlsruher SC am Karnevalssamstag (20.30 Uhr) wird Finkgräfe aber gebraucht – Pacarada fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte.
Eine Vertragsverlängerung in Köln scheint dennoch aktuell ausgeschlossen. Sportchef Christian Keller (46) sagte zuletzt im Gespräch mit EXPRESS.de: „Wir haben Max schon vor geraumer Zeit mitgeteilt, dass wir hier langfristig mit ihm planen wollen. Es gehören aber zwei Parteien zu einer Vertragsverlängerung.“
Finkgräfe selber sieht sich als Bundesligaspieler. Er soll Angebote von einigen Klubs vorliegen haben, darunter auch des VfB Stuttgart. In der Vergangenheit sollen auch der FC Augsburg oder Eintracht Frankfurt ihr Interesse bekundet haben.