Interne Schwierigkeiten beim BVBEx-Coach Sahin machte sich über Ex-FC-Star lustig – zahlreiche Spieler unzufrieden

Dortmunds Trainer Nuri Sahin fasst im Stadion an seine Krawatte.

Nuri Sahin beim Spiel von Borussia Dortmund gegen den FC Bologna am 21. Januar 2025. 

Beim BVB sollen unter Ex-Coach Nuri Sahin viele Spieler unzufrieden gewesen sein. Auch ein ehemaliger Profi des 1. FC Köln soll dem 36-Jährigen nach einem Vorfall ordentlich die Meinung gegeigt haben. 

von Felix Rasten  (fr)

Die kurze Zeit von Ex-Chefcoach Nuri Sahin bei Borussia Dortmund war nicht sonderlich von Erfolg geprägt. Nach vier Pleiten in Folge und Platz 10. in der Bundesliga-Tabelle zog der Klub Ende Januar 2025 die Reißleine und setzte den 36-Jährigen vor die Tür.

Neben dem Sportlichen soll es auch intern einige Schwierigkeiten zwischen Spielern und Sahin gegeben haben. Der Coach soll es sich bereits als Co-Trainer unter Edin Terzić (42) mit einzelnen Profis verscherzt haben, wie aus ein Bericht der „Bild“ hervorgeht.

Sahin scherzte über Salih Özcan und Youssoufa Moukoko

So hatten sich Salih Özcan (27) und Youssoufa Moukoko (20) nach einer Trainingseinheit noch dazu entschieden, individuell Torschüsse zu üben. Sahin soll daraufhin scherzhaft zu den beiden gesagt haben, dass die Extra-Einheit sowieso keinen Sinn ergeben würde. Özcan und Moukoko fanden sich zu diesem Zeitpunkt oft in der Reservisten-Rolle wieder. 

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Dieser „Spaß“ kam vor allem beim Ex-FC-Star Özcan überhaupt nicht gut an, der Sahin im Anschluss auch die Meinung geigte. Seit dem war das Verhältnis zwischen den beiden äußerst angespannt. 

Auch gegenüber Pascal Groß (33) soll sich Sahin ungünstig verhalten haben, wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist. Nach dem Champions-League-Spiel gegen Real Madrid im Oktober soll der Mittelfeldmann vom Coach eine Startelf-Garantie für die folgende Partie gegen den FC Augsburg erhalten haben. Am Ende saß der DFB-Star jedoch erneut auf der Ersatzbank. Das Thema soll in der Kabine schnell die Runde gemacht haben.

Generell sollen zahlreiche Spieler mit der Situation beim BVB unzufrieden gewesen sein. Torhüter Gregor Kobel (27) habe sich beispielsweise nicht mit Sahins Spielweise anfreunden können.

Am Ende war nach nur sieben Monaten Schluss und Niko Kovac (53) bekam den Posten als neuer Chefcoach. Der muss nun den hinterlassenen Scherbenhaufen wieder zusammensetzten, um die Dortmunder zumindest noch ins internationale Geschäft führen zu können.

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Der BVB steht derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz mit vier Punkten Rückstand auf die internationalen Plätze. Am vergangenen Sonntag gewannen die schwarz-gelben mit 3:1 gegen die formstarken Mainzer – eine Leistung, auf die sich sicherlich aufbauen lässt.