Verletzungs-Schock beim FC BayernHeftige Vorwürfe gegen früheren Bundesliga-Trainer

Dass der FC Bayern München monatelang auf Alphonso Davies verzichten muss, ärgert auch dessen Berater Nedal Huoseh. Der schoss nun gegen das kanadische Nationalteam und Trainer Jesse Marsch.

Nach der schweren Verletzung von Alphonso Davies (24) erhebt dessen Berater Nedal Huoseh schwere Vorwürfe gegen den kanadischen Verband und Nationaltrainer Jesse Marsch.

„Er hätte im Freundschaftsspiel um Platz drei gegen die USA nicht spielen dürfen“, sagte der Agent dem Münchner „Merkur“/„tz“ über das nordamerikanische Nations-League-Duell, in dem Davies verletzt hatte ausgewechselt werden müssen. Nach der Rückkehr zum FC Bayern wurde ein Kreuzbandriss festgestellt.

Berater von Alphonso Davies sauer auf Team Kanada

Marsch, der in der Bundesliga einst RB Leipzig erfolglos für 14 Spiele trainierte, hätte „die Situation besser meistern müssen, das hätte man zu 100 Prozent verhindern können“, ergänzte Huoseh.

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Davies war schon nach dem Halbfinale gegen Mexiko (0:2) angeschlagen, sein Berater war deswegen „überrascht“, dass der kanadische Kapitän gegen die USA in der Startelf stand. „Er hatte mitgeteilt, dass er nicht in der Lage sei, zu beginnen.“

Außerdem sei ihm von einer „Quelle innerhalb“ des Verbandes zuvor versichert worden, dass Davies nicht beginnen und höchstens „ein paar Minuten bekommen würde. Ich habe ihnen gesagt, dass er überhaupt nicht spielen sollte.“ Dass der Modellathlet dann plötzlich von Beginn an auf dem Platz gestanden habe, sei mit Blick auf die Folgen entsprechend ärgerlich.

Der kanadische Fußball-Verband wehrt sich gegen die Vorwürfe. Medienchef Paulo Senra sagte gegenüber „The Athletic“: „Die Trainer und das erfahrene medizinische Team von Canada Soccer sind echte Fachleute und haben die Sicherheit und das Wohlbefinden der Spieler stets priorisiert. Jede gegenteilige Behauptung ist falsch.“

Davies wurde am Mittwoch operiert und fällt mindestens ein halbes Jahr aus. Er sei „natürlich nicht glücklich mit der Situation. Er wollte für seine Vereinsmannschaft zur Verfügung stehen“, sagte Huoseh. Sein Klient sei aber „beim medizinischen Team des FC Bayern in guten Händen“ und werde „sich von diesem Rückschlag erholen“. (sid)