Der FC Bayern muss einen doppelten Verletzungsschock verkraften. Thomas Helmer sieht den Traum vom Finale dahoam in großer Gefahr.
„Fast versucht, zu sagen“Bayern-Verletzungen noch viel schlimmer? Moderator äußert brisanten Verdacht
Mega-Alarm beim FC Bayern München! Der deutsche Rekordmeister muss im Saison-Endspurt auf Alphonso Davies und Dayot Upamecano verzichten. Beide werden womöglich sogar noch länger fehlen als zunächst befürchtet.
Bei Upamecano soll neben den freien Gelenkkörpern im linken Knie auch ein Knorpelschaden diagnostiziert worden sein. Das berichtet die „Bild“. Auch bei Davies liege neben dem Kreuzbandriss im rechten Knie ein Schaden am Knorpel vor.
Vertrags-Hickhack Grund für Davies-Verletzung?
Upamecano fiele demnach nicht nur einige Wochen, sondern „mindestens drei Monate“ aus. Ein Einsatz noch in dieser Saison käme einem Wunder gleich, heißt es. Der inzwischen in Innsbruck erfolgreich operierte Davies könnte bis zu acht Monate fehlen. Üblich ist bei einem Kreuzbandriss rund ein halbes Jahr.
Ex-Profi Thomas Helmer sieht große Probleme auf die Münchner zukommen. „Das ist schon ein Einschnitt, der die Bayern sehr trifft“, sagte der langjährige „Doppelpass“-Moderator bei Sky. „Ich denke gerade an Upamecano, den ich immer für einen herausragenden Innenverteidiger gehalten habe und der das zuletzt auch bewiesen hat“. Der Franzose werde eine große Lücke hinterlassen.
Bei Davies, der sich im Länderspiel seiner Kanadier gegen Kanada am vergangenen Sonntag so schwer verletzt hatte, äußerte Helmer einen brisanten Verdacht. „Man ist ja fast versucht, zu sagen, dieses ganze Hickhack um die Vertragsverlängerung hat sehr viel Energie gekostet vielleicht für ihn persönlich auch.“ Davies' Schnelligkeit werde den Bayern fehlen, so Helmer.
Zu allem Überfluss fehlt den Bayern auch noch Stammtorwart Manuel Neuer, der bei seiner Wadenverletzung einen Rückschlag erlitten hat. „Da bricht ja schon einiges weg“, sagte Helmer: „Das ist die ganz wichtige Achse gewesen beim FC Bayern, die wichtigste überhaupt. Das fängt beim Torwart an, Innenverteidiger, zentraler Mittelfeldspieler bis zum Stürmer. Da ist nur noch fast die Hälfte da.“ Aus Helmers Sicht sei „das sehr schwer zu lösen, da ist man nicht eingespielt, da muss man hochkonzentriert sein.“
Erneut muss im Tor Winter-Neuzugang Jonas Urbig einspringen, der sich vor der Länderspielpause beim 1:1 bei Union Berlin einen Patzer geleistet hatte. „Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft ihm da helfen wird. Er wird andere Kommandos geben, das ist für die Innenverteidiger einfach ungewohnt“, so Helmer. Urbig habe aber erst mal gar nichts zu verlieren. „Alle stehen hinter ihm.“
Helmer glaubt trotz der Personalsorgen nicht, dass die Bayern sich in der Liga den Vorsprung (sechs Punkte auf Bayer Leverkusen) noch nehmen lassen werden. Doch den Traum vom Finale dahoam in der Champions League sieht er durchaus in Gefahr. „Das wird verdammt schwer“, so der Europameister von 1996.