Ex-Rivale äußerte sich ähnlichScharfe Kritik an Michael Schumacher: „Eine Menge fieser Tricks“

Mit seiner Fahrweise machte sich Michael Schumacher in der Formel 1 nicht nur Freunde, es setzte schon zu aktiven Zeiten deutliche Kritik. Die hat jetzt auch noch mal RTL-Experte Christian Danner geäußert.

Über zwölf Jahre liegen die letzten Rennen von Michael Schumacher (56) in der Formel 1 inzwischen zurück, der Mythos Schumi lebt aber auch über ein Jahrzehnt nach dem Karriereende des Siebenfach-Weltmeisters weiter.

Dass Schumacher allerdings nicht nur den Ruf des schnellsten, sondern auch des härtesten Fahrers verdiente, hat RTL-Experte Christian Danner (66) in einem Interview mit „SpaceportSweden“ jetzt noch einmal klipp und klar unterstrichen.

Christian Danner: Großer Bewunderer von Michael Schumacher

„Auf der Strecke war Schumacher ab und zu ganz schön fies. Bei seinen Manövern war er ziemlich unfair“, sagte Danner über die „Alles oder nichts“-Herangehensweise, mit der Schumi in praktisch jedes Rennen gegangen war.

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Dass die Rennleitung einige Aktionen, die Schumacher damals erlaubt waren, heute nicht mehr dulde, sei eine richtige Konsequenz, betonte Danner: „Man muss sich nur mal anschauen, wie viele Fahrer er von der Strecke gedrängt hat. Er hat eine Menge fieser Tricks genutzt, die zum Glück nicht mehr erlaubt sind, weil sie sehr gefährlich waren.“

Obwohl es an Respekt für die Motorsport-Legende niemals gemangelt hatte, habe es unter den Konkurrenten viele Skeptiker gegeben. „In dieser Hinsicht war er bei den anderen Fahrern eigentlich gar nicht so beliebt“, blickte Danner zurück: „Man muss sich nur anhören, was Mika Häkkinen oder Nick Heidfeld zu sagen haben.“

Heidfeld hatte sich in der Vergangenheit tatsächlich ähnlich über Schumacher geäußert, 2020 etwa mit dem Satz: „Er war skrupellos, extrem aggressiv, manchmal unfair.“

Danner, der die goldenen Schumi-Zeiten als TV-Experte bei RTL über Jahre begleitet hatte, machte gleichzeitig deutlich, dass er stets gut mit Schumacher ausgekommen sei.

Trotz aller Kritikpunkte sei die Bewunderung für dessen sportliche Fähigkeiten nie zu kurz gekommen: „Ihm beim Fahren zuzusehen, war ein Vergnügen. Weil er das Auto so gut unter Kontrolle hatte und einen so spezifischen Fahrstil besaß.“